Bayerns Lewandowski überrumpeltdie beiden Hertha-Verteidiger Boyata und Stark bei seinem Tor zum 2:0. Foto: Imago Images/Kolbert-Press

Und wieder eine weitere Saison warten auf die Sensation! Hertha BSC kann auch nach 44 Jahren nicht beim FC Bayern gewinnen, sondern geht gnadenlos an der Isar unter. Die Blau-Weißen verlieren 0:5 (0:2) gegen den Rekordmeister und bleiben mit null Punkten Tabellenletzter. Fehlstart perfekt!

Davie Selke hätte nach nur zwei Minuten der Held des Abends werden können. Alleine stürmte er nach einem Fehlpass von Leon Goretzka in den Bayern-Strafraum, doch etwas überhastet schoss er aus 18 Metern, statt in den Strafraum weiter zu laufen. FCB-Torwart Manuel Neuer konnte den Ball locker fangen.

Ganze sechs Minuten hielt das kleine Fünkchen Hoffnung der Blau-Weißen, doch mal irgendetwas beim Rekordmeister zu holen. Dann schlugen die Bayern eiskalt zu. Serge Gnabry mit Pass auf Jamal Musiala, der leitete weiter zu Alphonso Davies. Ein kurzer Antritt, eine Flanke, Robert Lewandowski sprang locker über den Ball und Thomas Müller netzte zum 1:0 (6.) ein. Herthas Abwehr ganz einfach ausgehebelt.

Hertha nicht im Kampfmodus

Danach wurde es mal wieder kurios im blau-weißen Team. Stevan Jovetic ließ sich auf dem Platz an der Wade behandeln, deutete seine Auswechslung nicht nur an, er ging vom Platz, setzte sich auf die Bank, um dann wieder zurück auf den Platz zu laufen - für ein paar Sekunden. Dann wurde er mit Schmerzen für Javairo Dilrosun endgültig ausgewechselt (20.).

Die Unentschlossenheit setzte sich fort. Als Lewandowski nach einer Gnabry-Flanke an die Latte köpfte, sprang nach dem Abpraller nur der Bayern-Torjäger hoch. Die Manndecker Dedryck Boyata und Niklas Stark blieben am Boden kleben. Lewandowski nickte locker zum 2:0 (35.). „Kampfmodus“, wie ihn Trainer Pal Dardai seit Wochen fordert, sieht irgendwie anders aus.

Die Niederlage nahm ihren Lauf. Nach der Pause verlor Zeefuik den Ball an Müller, der schob zu Musiala. Bayerns Bambi spazierte durch den Strafraum, ohne angegriffen zu werden, und traf zum 3:0 (49.).

Es kam noch schlimmer. Stürmer Davie Selke musste mit Rippenprellung nach einem Zweikampf mit Tanguy Nianzou ausgewechselt werden. Lewandowski erhöhte noch auf 5:0 (70. und 84.). Kein Tor, keine Punkte, zwei Verletzte. Die Reise nach München war einfach zum Vergessen.

Stürmer Maolida aus Nizza im Anflug

Herthas Fehlstart ist damit endgültig perfekt. In der Länderspielpause gibt es viel für Dardai zu tun. Neben der mentalen Aufbauarbeit  muss der Coach die neuen Spieler ganz schnell integrieren. Und es werden noch welche dazu kommen. Neben dem Poker um Flügelflitzer Reiss Nelson (21) von Arsenal London, läuft auch noch einen Deal um Stürmer Myziane Maolida (22) von OGC Nizza. Der könnte Sonntag schon zum Medizincheck und für die Vertragsunterschrift einfliegen.

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