Das leere Olympiastadion beim Berliner Stadtderby. DPA/Stuart Franklin

Manchmal muss man die Prioritäten anders setzen, wenn sich Situationen verändern. Wegen der Corona-Krise lag bei Hertha BSC die Planung wegen des Stadionneubaus in den vergangenen Monaten auf Eis. Eigentlich wollte der Klub alle Verhandlungen in diesem Frühjahr abgeschlossen haben und die neue Arena im Sommer 2025 eröffnen. Daraus wird wohl nichts.  

Schon vor Corona zogen sich die Verhandlungen mit dem Senat wie ein Kaugummi hin. Bis heute gibt es keine Einigung über den Standort. Hertha will auf dem Olympia-Gelände bauen. Der Senat sprach sich dagegen aus und schlug den ausrangierten Flughafen Tegel und den Schützenfestplatz in Reinickendorf vor.

Finanzboss Ingo Schiller sagt jetzt zum Stadionneubau: „Wir konnten in den vergangene Wochen den Fokus nicht darauf richten, weil wir uns zunächst, um andere wirtschaftliche Dinge wegen der Corona-Krise kümmern mussten.“ Und bittet um Verständnis, dass die Bauplanungen immer weiter in die Länge gezogen werden: „Es ist eher unrealistischer an dem Zeitpunkt 2025 festzuhalten. Wir werden das Thema bald wieder verstärkt angehen.“