Die Visualisierung zeigt den möglichen Standort eines reinen Fußball-Stadions von Hertha BSC in der Nähe des Olympiastadions. Foto: dpa

Jetzt oder nie! Die Fan-Initiative „Blau-Weißes Stadion“ sieht in der Debatte um einen Standort für ein neues Stadion von Hertha BSC Chancen auf einen Durchbruch. Der Grund: Die Signale aus der Berliner Politik!

„Die politische Konstellation war noch nie so günstig“, sagte Knut Beyer, der die Idee für die Initiative hatte und von Beruf Stadtplaner ist, dem Tagesspiegel.

Zur Erinnerung: Seit mehr als vier Jahren ringen Hertha und die Berliner Politik um den richtigen Standort. Hertha setzt weiterhin auf einen Neubau im Olympiapark, auch wenn eine Eröffnung bis 2025 nicht mehr zu schaffen ist. Der alte Senat sprach sich wiederholt für Tegel aus.

Hertha-Stadion: Die Zeit wird knapp

Die Uneinigkeit und die fehlende Dynamik in der Stadion-Debatte war ein Grund, warum die Initiative „Blau-Weißes Stadion“ sich einschaltete, den Verein und den Senat mehrmals zu Gesprächen an einen Tisch brachte.

Sportchef Fredi Bobic, erst seit vergangenen Sommer der Boss bei Hertha BSC, sah zuletzt Fortschritte. Bobic erklärte nach den Landtagswahlen im Herbst dem KURIER: „Positiv ist, dass wir schon vor der Wahl von den entsprechenden Entscheidungsträgern positive Signale empfangen haben, damit wir es schaffen, diesen Bock umzustoßen.“

Das sieht die Fan-Initiative „Blau-Weißes Stadion“ nach Gesprächen mit den neuen Entscheidern ganz ähnlich. Beyer warnt allerdings auch, vor allem wegen des Zeitdrucks: „Es muss dieses Jahr passieren. Wenn wir dieses Jahr keinen Standort haben, sehe ich persönlich schwarz.“

Hertha-Stadion: Neuer Senat will schnelle Klärung

Immerhin: Dem Bericht nach stellte etwa Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Sportausschuss zumindest eine schnelle Klärung der Standortfrage in Aussicht. Julian Schwarze, Sprecher für Stadtentwicklung der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, erklärte: „Wir wollen eine Lösung der Standortfrage, die stadtentwicklungspolitisch, sportlich und ökologisch für Stadt und Verein Sinn ergibt.“

Dabei soll dem Senat immer mehr dämmern, dass das Areal rund um das Olympiastadion gerade wegen der bereits bestehenden Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr gut geeignet sei. Ob diese Erkenntnis nun der entscheidende Durchbruch in der Stadion-Debatte ist, wird sich schon bald zeigen ...

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