Brauchen neues Geld: Hertha-Präsident Kay Bernstein, Manager Fredi Bobic und Geschäftsführer Tom Herrich. (v.l.).
Brauchen neues Geld: Hertha-Präsident Kay Bernstein, Manager Fredi Bobic und Geschäftsführer Tom Herrich. (v.l.). IMAGO/MIS

Noch fehlt die Zustimmung Herthas, die Scheidung vom 374-Millionen-Investor Lars Windhorst rückt aber näher. Der Finanzjongleur will seine blau-weißen Anteile nach nur drei Jahren und trotz eines Mega-Verlusts an die US-Firma 777 Partners verkaufen. Darum ist der Windhorst-Deal so wichtig für Hertha BSC.

Das seit jeher angespannte Verhältnis zwischen Hertha und Windhorst ist nach dem Bekanntwerden des vermeintlichen Spionage-Skandals nicht mehr zu kitten. Ob Hertha mit dem neuen Investor glücklicher wird, steht noch in den Sternen.

Die Vorzeichen sind erneut ungünstig: 777 Partners will wie Windhorst Mitspracherecht, Hertha dagegen am liebsten einen stillen Investor. Gut möglich, dass hier (gegen Geld) im Vergleich zu den Windhorst-Konditionen noch nachverhandelt wird.

Ohne Investor drohen Hertha noch härtere Zeiten

Geld ist auch das Stichwort, warum ein neuer Investor für Hertha BSC von enormer Bedeutung ist. Denn die Blau-Weißen, die ohne Windhorsts Millionen bereits in der Corona-Krise wohl vor der dem Super-GAU gestanden wären, sind mal wieder knapp bei Kasse, wie die zuletzt vorgestellten Horror-Zahlen offenbarten.

Schulden: Hertha macht seit Jahren immense Verluste (210 Millionen Euro in drei Jahren). Schon im kommenden Geschäftsjahr droht Hertha ein negatives Eigenkapital – und damit ab 2024 sogar ein Punktabzug zu Saisonbeginn. Dazu wird im Herbst 2023 die Rückzahlung der 2018 aufgenommenen 40-Millionen-Anleihe fällig. Frisches Geld wäre da goldwert.

Hertha träumt weiter vom neuen Stadion

Sportliche Entwicklung: Seit dem Windhorst-Einstieg beweist Hertha eindrucksvoll, das Geld keine Tore schießt. Jahr für Jahr ging es bergab, zuletzt rettete sich Hertha erst in der Relegation vor dem Abstieg in die Zweite Liga. Manager Fredi Bobic betont, dass Hertha weiter auf Spieler-Verkäufe angewiesen ist. Ein neuer Investor würde also helfen, die besten Spieler zu halten und damit die sportliche Entwicklung nachhaltig zu verbessern. 

Stadion: Der Zeitplan bis 2025 ist zwar geplatzt, der Traum lebt aber weiter. Hertha will ein eigenes, reines Fußballstadion. Die Politik hat Hertha scheinbar endlich überzeugt. Gibt es tatsächlich grünes Licht für einen Neubau im Olympiapark, würde ein Geldgeber dabei helfen, die neue Arena zu finanzieren. 

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