Jordan Torunarigha Bild: dpa

Das 0:5-Debakel gegen Köln schmerzt noch immer der blau-weißen Seele. Die Schock-Starre über die desolate Leistung der Herthaner muss sich aber schnell legen. Bereits am Freitag (20.30 Uhr) steigt das Spiel in Düsseldorf. Dort winkt Jordan Torunarigha (22) sein Startelf-Comeback.

Den freien Montag nutzten die Profis, um den Kopf frei zu bekommen. Ab heute gilt die volle Konzentration dem Spiel in Düsseldorf. Manager Michael Preetz nimmt nach dem Schlaffi-Spiel gegen Köln die Spieler in die Pflicht.

Stark fehlt gesperrt

Cheftrainer Alexander Nouri (40) steht nicht nur gewaltig unter Druck, er ist auch gezwungen seine Startelf umzubauen. Wegen der desolaten Leistung – und weil zwei Spieler gesperrt sind: Santiago Ascacibar, der heute seinen 23. Geburtstag feiert, wird durch Routinier und Punktegarant Per Skjelbred (32) ersetzt. Wie Ascacibar kassierte auch Niklas Stark (25) bei der Köln-Klatsche seine fünfte Gelbe Karte.

Die Stark-Sperre ist die Chance für Torunarigha, um neben Dedryck Boyata (29) das blau-weiße Zentrum dicht zu machen. Der Belgier ist der unumstrittene Abwehr-Chef, spielt meist souverän und gewinnt 66,2 Prozent seiner Zweikämpfe – und ist damit der achtbeste Verteidiger der Liga.

Um den Platz an seiner Seite duelliert sich Torunarigha mit Karim Rekik (25) und Stark – und zieht meist den Kürzeren. Nur fünfmal stand der Chemnitzer in der Liga in der Startelf.

Torunarigha mit Top-Werten

Torunarighas geringe Einsatzzeit überrascht gleich doppelt: Zum einen leisten sich Stark und Rekik in dieser Saison regelmäßig grobe Schnitzer. Rekik kommt dennoch auf den guten Wert von 64,1 Prozent (13.). Stark dagegen gewinnt diese Spielzeit nur noch knapp jeden zweiten Zweikampf (54,5 Prozent/74.).

Torunarigha stand sich in der Vergangenheit oft selbst im Weg, weil er seine Emotionen manchmal nicht im Griff hat. Diese Saison machte er seinen Job in den wenigen Spielen aber sehr überzeugend, gewann bärenstarke 73,2 Prozent seiner Duelle – damit liegt er ligaweit nur knapp hinter Bayerns verletztem Abwehr-Boss Niklas Süle (75,6 Prozent).

Preetz fordert nach dem Debakel gegen Köln eine Reaktion in Düsseldorf. Setzt Nouri auf Herthas Zweikampf-König Torunarigha, könnte es eher klappen.