Herthas Kevin-Prince Boateng dirigiert nach seiner Auswechslung an der Seitenlinie seine Mtspieler. City-Press

Disziplin, Gehorsam, Schleifer, Alleinherrscher! Viel wird über Trainer-Methusalem Felix Magath (68) geredet. Doch das alles ist nicht so richtig. Nach Herthas Klassenerhalt, nach diesem 2:0 beim HSV enthüllt Leitwolf Kevin-Prince Boateng (35), was wirklich vor dem Schicksalsspiel geschah. Der Routinier stellte die Mannschaft auf, nicht Magath!

Boateng enthüllte die Überraschung des Abends vor laufender Kamera: „Riesenrespekt an den Trainer, er hat mir freie Hand gegeben. Ich durfte spielen, wo ich wollte. Und ich durfte auch sagen, wer spielen soll. Ich habe gesagt, alle, die mit vollem Herzen spielen.“ Der große Trainer-Guru überlässt einem Spieler Entscheidungen.

Magath: „Ich frage immer erfahrene Spieler“

Seine ganze menschliche Größe zeigte Herthas Retter Magath dann auch und machte daraus überhaupt kein Geheimnis. „Ja, das kann ich bestätigen. Prince hat bei Aufstellung mitgeredet. Er war der Meinung, dass wir die erfahrenen Leute brauchen. Prince hat die Mannschaft gestellt und ich habe Gott sei Dank auf ihn gehört. Das mache ich aber seit 20 Jahren so. Ich höre auch auf erfahrene Spieler und rede mit ihnen vor dem Spiel. Das ist für mich eine normale Sache“, erklärte Magath.

Die Startelf war auf alle Fälle genau richtig. Alle elf Mann hatten Feuer. Boateng und Magath hatten den richtigen Riecher. Ist da vielleicht für Boateng in seiner Karriere noch mehr drin und er steigt als Co-Trainer auf?

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