Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp hat den Hass gegen seine Person satt und versteht Herthas Harcore-Anhänger nicht. Foto: imago images/DeFodi

Muss das denn wirklich auch noch sein? Einige hassen ihn, viele schätzen ihn. Multi-Milliardär und Mäzen Dietmar Hopp (80) hat seinen Heimatverein TSG Hoffenheim über Jahrzehnte gefördert und in die Bundesliga gehievt. Jetzt wehrt er sich gegen sein Image in der Fanszene, gießt damit neues Öl ins Feuer und  greift Herthas Fans an.

„Richten wir den Blick nach Berlin, da sind viele Millionen im Umlauf“, erklärt Hopp in einem Interview mit „Sport1“ und meint damit die 374 Millionen Euro, die Investor Lars Windhorst in den vergangenen zwölf Monaten in den Hauptstadtklub gepumpt hat. „Ich freue mich für die Entwicklung bei Hertha“, erklärt der Unternehmer. Dann setzt er nach: „Aber ich kann nicht verstehen, dass ich auch von deren Fans attackiert werde.“

Teile der blau-weißen Anhänger gehören zu den größten Hopp-Hassern und skandieren immer wieder: „Hopp, du Hurensohn!“ Dafür gab es auch schon Anzeigen.

Der rüstige Unternehmer kämpft gegen das Image an, ein Kommerzdämon zu sein. „Wir bei der TSG sind ein Klub, der nicht Kommerz-Verein genannt werden darf“, erklärt er und teilt dann auch gegen den börsennotierten Klub Borussia Dortmund, dessen Ultra-Fanszene auch permanent gegen ihn hetzt, aus: „Schauen wir mal auf Borussia Dortmund, das ist inzwischen Kommerz pur.“

Auch da hat der Mäzen nicht ganz Unrecht. Er übt am Ende zumindest ein wenig Altersmilde: „Es sind immer nur einige wenige Personen, die mich beleidigen, das ist vergleichsweise nicht so wichtig. Wichtiger wäre, dass die Normalität im Fußball endlich wieder zurückkehrt. Geisterspiele können nicht der Sinn des Spiels sein, es gehören nun mal die Zuschauer und die Stimmung zu diesem schönen und emotionalen Sport dazu.“