Herthas Investor Lars Windhorst hält sich in dem risikoreichen Hochfinanzsektor auf. Foto: City-Press

Hertha BSC kommt auch vor dem Derby gegen den 1. FC Union wegen Investor Lars Windhorst nicht zur Ruhe. 374 Millionen Euro hat der Finanzjongleur in den Klub gesteckt. Angeblich soll er diese Anteile für ein kurzes Zeitfenster an einen anderen Geldgeber verpfändet haben, sogar eine Zwangsversteigerung soll gedroht haben.

Was ist wirklich da dran? Der „Business Insider“ schreibt von einem Brief eines Anwalts, der an die Hertha-Geschäftsstelle ging. Da soll er eine Zwangsversteigerung der Hertha-Anteile angekündigt haben.

Problem nur: Diese Anordnung der Zwangsversteigerung durch ein Amsterdamer Gericht liegt über ein Jahr zurück. Es hing mit dem Insolvenzverfahren, das gegen einer von Windhorsts Tochterfirmen, der „Peil Investment B.V.“, zusammen, das aber längst eingestellt wurde.

Hertha-Zoff: Dementi von Windhorst

Demnach soll Windhorst die Peil Investment im Juli 2020 an einen Blitzkreditgeber verpfändet haben, weil er dringend 25 Millionen Euro brauchte. Windhorst dementierte Mittwochabend durch seinen Sprecher Andreas Fritzenkötter die Verpfändung: „Die Anteile an der Peil Investment sind nicht verpfändet und werden auch nicht zwangsversteigert. Der von Ihnen beschriebene Vorgang entspricht nicht den aktuellen Tatsachen, sondern ist längst erledigt. Die von Ihnen behauptete Bestätigung des Notars, Vorbereitungen zur Zwangsversteigerung eingeleitet zu haben, gibt es nicht.“

Lesen Sie auch: Fluch der frühen Unterschrift: Das Dilemma von Hertha-Torwart Marcel Lotka >>

Auch Windhorst selbst twitterte: „Klares Dementi zum Business Insider: Die Hertha-Anteile der Peil Investment sind weder verpfändet noch werden sie zwangsversteigert!“

Ärger mit Hertha droht Windhorst trotzdem

Ist damit alles gut? Nein! Auch wenn jetzt für Windhorst die finanzielle Kuh vom Eis ist und es jetzt keine Verpfändung und Zwangsversteigerung mehr gibt, könnte es in der Vergangenheit zu einer Verpfändung der Hertha-Anteile gekommen sein. Und damit hätte Windhorst wohl gegen den Vertrag mit Hertha verstoßen.

Denn eine Veräußerung seiner Anteile am Verein bedarf laut KURIER-Informationen der Zustimmung von Hertha BSC. Inwieweit die temporäre Sicherheitsabgabe an den Blitzkreditgeber eine Veräußerung sein könnte, müssen jetzt wohl Wirtschaftsanwälte klären. Der Zoff zwischen Windhorst und Präsident Werner Gegenbauer geht jetzt wohl in die nächste Runde…

Lesen Sie hier mehr über Hertha BSC >>