Matheus Cunha konnte wegen andauernder Schmerzen in der leiste in Bielefeld nicht spielen. Foto:  imago images/Contrast

Für Hertha wird die Saison immer härter. Denn jetzt bangt der Klub auch noch um den wichtigsten Spieler. Matheus Cunha (21) fällt wohl länger wegen Adduktorenproblemen aus. Es droht sogar eine Operation.

Seit Monaten schleppt sich der Brasilianer mit Schmerzen in der Leiste herum. Immer wieder wurde er für die Spiele irgendwie wieder fit gemacht – mit Schonpausen, Massagen und vielen anderen Dingen. Jetzt kam der Stopp durch die Ärzte. Cunha hatte vor dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld (0:1) zu große Schmerzen und musste passen. Und für die Partie am Sonnabend in Köln (15.30 Uhr) sieht es genauso düster aus.

„Bei Cunha ist es so, dass wir noch nichts sagen können. Es ist abhängig davon, was die Ärzte sagen. Wir müssen abwarten, ob er für Köln infrage kommt“, erklärte Cheftrainer Bruno Labbadia.

Der Trainer macht sich große Sorgen. Und die sind auch berechtigt. „Was ist jetzt der richtige Weg? Bei einer Pause verliert er Kondition und Muskeln. Das ist auch nicht gut für die Leiste. Es ist ein Kreislauf“, sagt Labbadia.

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Eigentlich ist der Mittelfeld-Zauberer unverzichtbar. Doch es gibt nur drei Alternativen. Entweder entscheidet Hertha weiter von Spiel zu Spiel, ob ein Einsatz möglich ist. Oder Cunha legt eine regenerative Pause ein. Und dann ist da noch die Horror-Variante: Der Spieler muss an den Adduktoren operiert werden, um das Dauerproblem in den Griff zu bekommen.

Hintergrund: Cunha leidet seit Jahren an dem Problem mit seiner Leiste. „Er hat es schon öfter in seiner Karriere gehabt. Mal einen Monat, mal zwei. Aber er konnte da immer noch spielen“, verrät Labbadia.

Ist eine Operation unvermeidbar, dann ist für Cunha die Saison gelaufen. Eine Entscheidung darüber sollte schnell fallen. Denn noch könnte Hertha im Wintertransferfenster bis Ende diesen Monats einen Cunha-Ersatz auf Leihbasis verpflichten.