Rückkehrer Prince Boateng wurde von einigen der 1000 Fans beim Test gegen den MSV Neuruppin als „Fußballgott“ gefeiert. City-Press

Das hatten sie sich sicher ganz anders vorgestellt. Für ihr Highlight des Jahres schufteten die Spieler des MSV Neuruppin auf Arbeit extra länger, um am Tag danach bereits nachmittags gegen Hertha BSC spielen zu können. Richtig belohnt wurden sie nicht. Am Ende gewann Hertha 7:0 (2:0).

„So kurzfristig konnten viele keinen Urlaub nehmen. Deswegen mussten sie gestern länger ran“, erklärte ein MSV-Betreuer die Terminhatz.

Pal Dardai schimpft mit MSV-Trainer Henry Bloch

Dass sie sich dennoch nicht wie Siebtligist SV Neustadt (Dosse) beim 16:0 abschießen lassen, machten die Gastgeber im Volksparkstadion vor 1000 Zuschauern sofort klar. Kompakt und tiefgestaffelt, vor allem aber giftig in den Zweikämpfen hielten die Teilzeit-Kicker zunächst gut dagegen.

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So sehr, dass Hertha-Trainer Pal Dardai nach einem Foul an Santiago Ascacibar kurz mit MSV-Trainer Henry Bloch schimpfte: „Wir wollen keine verletzten Spieler.“ Die Gegenwehr brach Davie Selke mit einem Doppelpack (28., 45.), jeweils bedient von Dennis Jastrzembski.

Hertha-Trainer Pal Dardai ist bisher zufrieden

Während die Kräfte beim Oberliga-Aufsteiger aus Ostprignitz-Ruppin im zweiten Abschnitt schwanden, sorgte Dardais durchgewechselte Elf für Tore: Anton Kade (51.), Dodi Lukebakio (60., 89.) und Jhon Cordoba (77., 78.) stellten den 7:0-Endstand her.

Entsprechend gelassen war Dardai nach Abpfiff: „Mir wurde ein bisschen zu viel gegrätscht. Das ist in der Vorbereitung immer gefährlich und hat mir nicht gefallen. Aber am Ende haben alle das Spiel und das Trainingslager gesund überstanden. Das ist das Wichtigste. Die Bedingungen hier waren optimal. Ich bin bisher zufrieden.“

So spielte Hertha: Lotka – Klünter, Stark, Dardai, Plattenhardt – Ascacibar, Boateng – Dilrosun, Serdar, Jastrzembski – Selke

2. Halbzeit: Lotka – Zeefuik, Gechter, Torunarigha, Mittelstädt – Maier – Lukebakio, Wertmüller, Michelbrink, Kade – Cordoba

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