Genoss im Training die Sonne und träumt von einer eigenen TV-Show: Hertha-Profi Prince Boateng.
Genoss im Training die Sonne und träumt von einer eigenen TV-Show: Hertha-Profi Prince Boateng. City-Press

Träume sind erlaubt, über das Timing lässt sich aber streiten. Während Cheftrainer Tayfun Korkut mitten in der Hertha-Krise nach acht sieglosen Spielen in Folge volle Konzentration fordert und Sportchef Fredi Bobic den Überlebenskampf ausruft, macht sich der emotionale blau-weiße Leader Prince Boateng Gedanken um seine Zukunft ...

Sylvester Stallone soll in Boateng-Serie mitspielen

„Ich denke an eine Show am Samstagabend“, verrät der bald 35 Jahre alte Berliner im Interview mit der Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera. Er arbeite bereits an einer TV-Serie über sein Leben, bei der niemand Geringeres als „Rocky“-Darsteller Sylvester Stallone (75) mitwirken werde.

Spötter werden sagen, dass Boateng seit seiner Tamtam-Rückkehr in dieser Saison viel Zeit hatte, sich um das Drehbuch zu kümmern. Sportchef Bobic betonte zwar zuletzt, dass der Bankdrücker weiter in der Hertha-Mannschaft der Boss sei, lobte seine positive Art und Weise in der Kabine.

Boateng bei Hertha nur Bankdrücker

Gibt zumindest im Training noch den Ton an: Herthas Mittelfeldmann Prince Boateng.
Gibt zumindest im Training noch den Ton an: Herthas Mittelfeldmann Prince Boateng. City-Press

Bobic gestand aber auch, dass das auf dem Platz ganz anders aussieht. Boatengs dürftige Zahlen: viermal Startelf, kein Spiel über 90 Minuten, null Tore, null Vorlagen. Ganz klar: Prince besetzt als Profi-Fußballer nur noch die Rolle des Auslaufmodells.

Boateng beschäftigt sich mit dem Karriereende, erklärt: „Es kann sein, dass ich noch weiterspiele. Ich habe aber keine Angst, ich habe viele Zukunftspläne.“

Boateng muss Hertha vor dem Abstieg retten

Zunächst will Boateng, der sich auch schon als Rapper probiert hat, bei der WM in Katar wie schon bei der EM als ARD-Experte vor der TV-Kamera stehen. Danach soll es dann ins Showbusiness gehen.

Der im Wedding aufgewachsene Boateng erklärt die Handlung seiner TV-Show: „Ich bin ohne Vater aufgewachsen. Wir waren viele Geschwister, mit 15 Jahren bin ich von zu Hause weggegangen. Ich hatte nichts. In der Serie wollen wir zeigen, dass Schmerz und erlittene Wunden auch zum Erfolg führen können.“

Bleibt zu hoffen, dass Boateng nicht auch den Hertha-Abstieg verarbeiten muss und den Zweiflern beweist, dass er seinen Herzensklub aus der Krise führt – egal ob auf dem Feld oder in der Kabine ...

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