Herthas Maxi Mittelstädt (r.)  im Duell mit Leverkusens Jeremie Frimpong.  Foto: dpa

Mein Spieler des Tages war Maxi Mittelstädt. Maximaler Wille und maximale Intelligenz. Natürlich hat Stevan Jovetic einen Traumtreffer genau in den linken Torwinkel zum 1:0 geschossen. Doch möglich gemacht hat dieses Tor eben Flügelflitzer Mittelstädt.

Mit voller Energie rannte er zum fliegenden Ball, sprang hoch und gewann das Kopfballduell gegen Leverkusens Exequiel Palacios. Nur so kam der Ball zu Jovetic. Nur so konnte auf dieser Holperwiese gespielt werden. Nicht tricksen, sondern kämpfen. Einfach Gas geben, bis die Socken qualmen. Mittelstädt hatte das verinnerlicht.

Schlagfertig war Herthas Eigengewächs auch nach dem Abpfiff. Auf meine Frage, was die Mannschaft jetzt in der Länderspielpause im Training vorhat, antworte er blitzschnell: „Durch ein Standard wieder ein Gegentor. Da müssen wir dran arbeiten, dass es endlich besser wird.“

Es war schon vergangene Saison so, ist es jetzt wieder so: Neun Gegentreffer nach Ecken und Freistößen des Gegners. Das ist einfach zu viel. Diesmal war Robert Andrich der Glückliche und nutzte die Unkonzentriertheit aus. Das Tor des Ex-Unioners in der 90. Minute ist ein ganz tiefer Stachel. Doch aus Schmerzen sollte man schlauer werden. Der Lerneffekt hat begonnen. Also: Training, Standards üben, dann gibt es auch irgendwann maximale Erfolge.

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