Rekordnationalspieler und Sky-Experte Lothar Matthäus springt Hertha-Trainer Pal Dardai zur Seite.  Imago

Bei Hertha BSC knatscht es weiter gehörig. Nach der Jobgarantie unter Auflagen von Fredi Bobic für Trainer Pal Dardai, vermutet Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (60), dass dem Ungar die nötige Unterstützung vonseiten der Klub-Verantwortlichen fehlt.

„Ich kenne Pal Dardai gut, und er ist vor allem eines: nämlich ehrlich“, schrieb der Weltmeisterkapitän von 1990 in seiner Sky-Kolumne „So sehe ich das“.

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Dardai reagiert emotional, wenn ...

Möglich sei es gewesen, „dass seine Aussagen vor ein paar Wochen nicht die glücklichsten waren, aber sie waren ehrlich. Vielleicht vermisst er die ganz große Rückendeckung des Vereins in der Öffentlichkeit. Sollte es so sein, dass Hertha bereits mit Trainern wie beispielsweise Edin Terzic gesprochen hat, dann bekommt Pal das natürlich mit und das kann ihm nicht gefallen“, so der fünfmalige WM-Teilnehmer. Das Terzic-Gerücht der Sportbild dementierte Bobic allerdings sofort: „Da ist gar nichts dran.“

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Kennen und schätzen sich: Pal Dardai und Lothar Matthäus am Budapester Flughafen 2004. 

Matthäus hob hervor, dass Dardai einen tollen Job gemacht habe und den Klub trotz der schwierigen Quarantäne-Zeit in der letzten Saison gerettet und in der Liga gehalten hat. „Er liebt Hertha BSC, ist Fußballer durch und durch und hilft, wenn man ihn darum bittet. Aber wenn er das Gefühl hat, nicht mehr gebraucht zu werden, dann reagiert er nunmal emotional“, analysierte Matthäus, der Dardai als ungarischer Nationalcoach von 2004 bis 2006 noch selbst trainierte. 

Matthäus: Hertha hinkt hinterher

Die Blau-Weißen, die am vergangenen Sonnabend 0:6 bei Vizemeister RB Leipzig untergingen, „sind sehr weit hinter den eigenen Ansprüchen. Diese sind mit Sicherheit nicht, schon wieder im unteren Tabellen-Drittel zu landen“, urteilte Matthäus.

Hertha BSC befinde sich „in einer Art Umbruch vom Umbruch. Spieler wie Jhon Cordoba oder Matheus Cunha wurden erst vor Kurzem gekauft und nun wieder verkauft, weil die Philosophie von Fredi Bobic (Herthas Sport-Geschäftsführer, d.Red) eine andere ist“.

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