Matheus Cunha und Trainer Bruno Labbadia. Zwei, die sich blendend verstehen. Foto: imago images/Nordphoto

Vorhang auf zum Saisonfinale! Die Profis von Hertha BSC wollen heute (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach am Schlusspunkt der verkorksten blau-weißen Saison zeigen, dass in Zukunft mit dem neuen Trainer alles besser wird. Bruno Labbadias Hoffnung ruhen besonders auf Ausnahmekönner Matheus Cunha (23). Deswegen stachelt er den Brasilianer an.

"Matheus ist jemand, der den Unterschied ausmacht. Ich wünsche mir bei ihm, dass wir ihn auf ein Level heben, wo wir nicht mehr nachdenken müssen, ob er spielt oder nicht." So redet der Coach über seinen Technik-Torjäger. In den Sätzen deutet Labbadia zwei Dinge an. Erstens: Er hat hohen Respekt vor der Fußballkunst des Südamerikaners. Zweitens: Trotzdem will er vom Offensiv-Rastelli noch mehr sehen.

Cunha kam Ende Januar für 18 Millionen Euro Ablöse von Liga-Konkurrent RB Leipzig. Nach einer Länderspielreise legte er Mitte Februar los. Seine Bilanz: in bisher zehn Spielen fünf Treffer, drei Torvorbereitungen. Kurz um: Cunha wurde im Turbo-Tempo zum wichtigen Stammspieler.

Er ist jemand, der immer spielen will

Labbadia über Cunha

Ausgerechnet beim 2:2 gegen seinen Ex-Klub Leipzig erlitt er eine Gehirnerschütterung. Vier Spiele stand er nicht in der Startelf. Herthas Bilanz: nur ein Sieg und drei Niederlagen. Gegen Leverkusen zauberte Cunha wieder von Beginn an. Traumtor zum 1:0, geniale Torvorbereitung zum 2:0. O-Ton Labbadia: "Der Pass von Matheus war schon klasse."

Heute soll in Gladbach die nächste Cunha-Show starten. Labbadia: "Er ist jemand, der immer spielen will. Er hat eine herausragende Qualität." Dazu kommt der ansteckende Optimismus des fröhlichen Brasilianers. Vielleicht überrumpelt er Borussia genauso wie Leverkusen. Für Labbadia aber wäre das wirklich keine große Überraschung.