Hertha-Star Matheus Cunha bejubelt sein Finaltor zum 1:0 gegen Spanien zusammen mit Brasiliens Antony.  dpa

Besser hätte es nicht laufen können! Matheus Cunha trumpft bei Olympia ganz groß auf, gewinnt mit der Seleção in Tokio durch einen 2:1 (1:0)-Sieg nach Verlängerung im Finale die Goldmedaille. Damit dürften noch mehr Klubs um den wechselwilligen Tempodribbler buhlen als ohnehin schon. Winkt Hertha jetzt die Mega-Ablöse?

„Olympia ist das Größte. Dort dabei zu sein, ist ein Traum“, erklärte Cunha vor den Sommerspielen im KURIER-Interview. Der Traum wurde nicht nur wahr, sondern sogar vergoldet.

Cunha trifft im Olympia-Finale zum 1:0

Und daran hatte Cunha im Finale entscheidenden Anteil. Nachdem Brasilien einen Elfmeter verschoss, Everton-Profi Richarlison scheiterte an Spaniens Keeper Unai Simon, reagierte Cunha schneller als gleich drei Gegner und versenkte den Ball eiskalt aus zehn Metern genau ins rechte Eck (45.+2).

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Auf das Abtasten in der ersten Halbzeit folgte der offene Schlagabtausch. Nachdem Richarlison die Großchance auf das 2:0 vergab, zimmerte Spaniens Stürmer Mikel Oyarzabal per Volleyabnahme den Ball traumhaft unter die Latte – 1:1 (61.).

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Schneller als zwei Spanier: Herthas Matheus Cunha trifft beim Olympia-Finale zum 1:0.

In der Verlängerung machte Cunha für Malcom Platz – und der eingewechselte Joker von Zenit St. Petersburg schoss Brasilien in der 108. zur Goldmedaille. Damit verteidigten die Südamerikaner den vor fünf Jahren gegen die DFB-Elf in Rio im Elfmeterschießen gewonnen Olympia-Titel.

Bobics Poker mit Cunha geht auf 

Cunha feierte es ausgelassen. Wohl auch, weil er weiß, dass er sich dank seiner Olympia-Leistungen und seiner Fabelquote von 18 Toren in 21 Spielen für Brasiliens U23 nun einen Top-Klub aussuchen kann. 

Bisher flirtete Cunha mit diversen italienischen und englischen Klubs, zuletzt buhlte auch Russlands Zenit St. Petersburg um Herthas Topscorer der vergangenen Spielzeit. Allerdings boten alle nicht die 30 Millionen Euro, die Sportchef Fredi Bobic für Cunha als Minimum-Ablöse fordert.

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Grüße nach Brasilien – und an einen neuen Klub? Hertha-Star Matheus Cunha jubelt mit seinen Mitspielern über die Goldmedaille bei Olympia. 

Nun könnte sich Bobics Poker auszahlen. Klar ist: Cunhas starke Leistungen in Japan werden seinen 30-Millionen-Marktwert weiter nach oben treiben. Weil der 22 Jahre alte Kreativkopf im Winter seinen Vertrag ohne Ausstiegsklausel erst bis 2025 verlängerte, winkt Hertha nach Cunhas Goldmedaille nun eine Mega-Ablöse.

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