Herthas Duo für die Zukunft. Matteo Guendouzi (l.) und Matheus Cunha sollen die neuen Anführer im Team werden.  Foto: AFP

Ist mit Hertha BSC in dieser Saison noch in der oberen Tabellenhälfte zu rechnen? Vor dem Spiel bei Topklub Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr) sucht Trainer Bruno Labbadia die Siegformel. Und die geht nur mit Matteo-Matheus-Mathematik.

Gemeint sind der Franzose Matteo Guendouzi (21) und der Brasilianer Matheus Cunha (21) und ihre Fähigkeit, die Mannschaft zu führen. Labbadia sucht neue Leitwölfe im blau-weißen Team. Doch er sagt auch dabei: „Die klassischen Führungsspieler sind im modernen Fußball selten geworden. Was wir brauchen sind Anstecker. So nenne ich Spieler, die andere mit ihrer Leistung auf dem Platz mitreißen.“

Die außergewöhnlichsten Qualitäten haben Cunha, der in der Offensive mit seinen Tricks, Dribblings und Kurzpässen die Gegner überrascht, und Guendouzi, der in der Defensive mit Ballsicherheit und viel Übersicht das Spiel nach vorne antreibt.

Labbadia: „Matteo und Matheus können Anstecker sein. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Da sehe ich nicht das Problem.“ Die beiden könnten die neue Achse für das blau-weiße Spiel werden.

Das Problem bleibt nur die Konstanz. Beim 2:5 gegen Dortmund klappte es in der ersten Halbzeit überragend, in der zweiten Hälfte dann gar nicht mehr. Labbadia: „Manchmal wird die Situation im Spiel nicht erkannt und darauf richtig reagiert. Das ist eine Frage der Erfahrung.“ Doch vielleicht haben alle nach der BVB-Lehrstunde dazugelernt und machen es in Leverkusen besser.