Mittelfeldjuwel Arne Maier (21) steht vor einer entscheidenden Saison bei Hertha BSC.  Foto: City-Press

Mit einem Rumpfkader aus elf Profis muss Trainer Bruno Labbadia in dieser Woche auskommen. So sehr die Länderspielpause und die Abstellung von gleich neun Nationalspielern die Blau-Weißen nervt: Labbadia hofft, dass seine Profis mit Rückenwind zurückkommen. Besonders Arne Maier (21).

„Es wäre wichtig, dass er spielt und vor allem mit einem Erfolgserlebnis zurückkommt“, sagt Labbadia über Herthas U21-Nationalspieler. Die Chance, dass beides klappt, stehen gut: Der deutsche Nachwuchs trifft in der EM-Quali morgen auf Moldawien, dienstags drauf wird in Belgien gespielt.

Dabei ist Herthas Mittelfeldjuwel für U21-Bundestrainer Stefan Kuntz ein absoluter Führungsspieler: „Arne ist extrem wichtig für uns. Er ist einer der wenigen, der schon 2019 bei der EM dabei war, und durch seine Spielweise in der Schaltzentrale einen großen Teil dazu beitragen kann, dass ein Matchplan umgesetzt wird.“ Ein dickes Lob des Ex-Stürmers. Doch Kuntz fordert auch: „Arne ist einer, von dem ich erwarte, dass er die Mannschaft führt.“

Das wünscht sich Labbadia auch bei Hertha. Gleichzeitig mahnt der Hesse: „Arne war immer wieder verletzt, zweimal sogar länger. Da hat er ein bisschen den Anschluss verloren, den junge Spieler nicht immer sofort aufholen.“

U21-Bundestrainer Stefan Kuntz tauschte sich mit Arne Maier bei Herthas Testspiel gegen Viktoria Köln aus. 
Foto: Matthias Koch 

Deswegen gilt das, was für alle gilt, für Maier noch einen Tick mehr: Er muss topfit sein. Labbadia bescheinigt dem Ludwigsfelder „eine ordentliche Verfassung“ und lobt: „Er arbeitet gut. Das ist wichtig.“ Denn für Maier kann es die wichtigste Saison seiner bisher jungen Karriere werden. Seine Winter-Wechselgedanken sind derzeit genauso vom Tisch wie die immer wieder auftretenden Knieprobleme.

Damit er zum Saisonstart topfit ist und endlich seine Qualitäten konstant unter Beweis stellt, muss Maier in den beiden U21-Spielen unbedingt zum Einsatz kommen. Darüber hätte er auch mit Kuntz gesprochen, der beim 2:0-Testsieg gegen Viktoria Köln vor zwei Wochen bei Hertha vorbeischaute und sich mit Maier austauschte. „Entweder dort spielen oder hier trainieren. Eine Alternative dazu gibt es nicht“, fasst Labbadia seine Maier-Hoffnung zusammen.