Herthas Manager Michael Preetz (2. v. r.) ärgerte sich in Bielefeld über die bereits siebte Saisonniederlage.  Foto: City-Press

Bei Hertha BSC herrscht Ruhe vor dem Sturm. Wegen der blutleeren Bielefeld-Pleite heißt es am Sonnabend in Köln (15.30 Uhr): Befreiungsschlag oder nächste Blamage? Unter Druck gerät auch immer mehr Michael Preetz. Herthas Manager beschwört vor dem Krisengipfel am Dom den blau-weißen Teamgeist.

Die Woche war kurz. Für ein Gespräch zwischen Manager und Mannschaft war dennoch genug Zeit. Was Preetz Herthas Profis dabei mit auf den Weg gegeben hatte, will er nicht verraten. „Das bleibt intern. Wir wissen um die Situation. Es wurmt uns“, erklärt er und fordert: „Wir müssen bessere Ergebnisse einfahren.“

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Der Düsseldorfer ist seit 35 Jahren im Bundesliga-Business, weiß, dass das Spiel am Rhein kein normales Spiel wird. Für Hertha ist es die letzte Chance, doch noch die Kurve zu kriegen. Gelingt das nicht, brennt in der nächsten Woche und den beiden Heimspielen gegen Hoffenheim (Dienstag, 20.30 Uhr) und Bremen (Sonnabend, 18.30 Uhr) mal wieder der Baum.

Dann weiß auch Preetz, das Dinge schnell eine Dynamik entwickeln, bei der man heute noch nicht weiß, was morgen sein wird. Trainer Bruno Labbadia stärkte er den Rücken. Die Spieler nimmt er in die Pflicht. „Entscheidend und wichtig ist, dass wir uns verstärkt vor Augen führen, dass wir immer gut aussahen, wenn wir es gemeinsam angehen. Zusammenspielen und eng beieinander verteidigen“, beschwört Preetz den blau-weißen Teamgeist.

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In die gleiche Kerbe schlägt Labbadia. An der Mentalität seiner Spieler zweifelt er nicht. „Wir hatten in Bielefeld mehr Sprints als der Gegner, sind mehr gelaufen und haben mehr Zweikämpfe gewonnen. Entscheidend war, dass wir es nicht zusammen gut hinbekommen haben“, erklärt Labbadia und fordert: „In Köln müssen wir zusammenhalten.“

Fraglich ist, wer ihm dabei helfen kann. Das Hertha-Lazarett wird immer voller. Neben den vielen Langzeitverletzten droht nun auch Mittefeldantreiber Vladimir Darida wegen Fußproblemen auszufallen. Einen Einsatz von Spielmacher Matheus Cunha hat Labbadia wohl abgeschrieben. „Es ist sehr fraglich, ob er eine Rolle spielen kann“, erklärt Labbadia.