Matheus Cunha hat jetzt eine Woche Zeit, darüber nachzudenken, was er falsch gemacht hat. Foto: imago images/Koch

Eine Woche Weihnachtspause bei Hertha BSC. Zum Feiern ist keinem zumute: 1:4 in Freiburg, 13 Pünktchen, Platz 14, Abstiegskampf. Und ein große Frage: Was ist bloß mit Matheus Cunha (21) los?

In Freiburg, wie auch schon zuvor beim 0:0 gegen Mainz, war der Brasilianer ein rätselhafter Totalausfall. Trainer Bruno Labbadia wechselte ihn im Breisgau zur Halbzeit aus und kritisierte ihn hart: „Wir hätten ihn schon zuletzt gegen Mainz runternehmen können, das haben wir nicht gemacht. Jetzt haben wir uns dafür entschieden, nachdem er in der ersten Halbzeit für mich unterirdisch war.“

Keine Körpersprache, keine taktische Disziplin waren die Hauptvorwürfe. „Er ist noch ein junger Mensch, aber er muss es schleunigst verändern. Das ist ein No-Go. Er zieht sich selber runter, bringt seine Leistung nicht, zieht die Mannschaft runter.“

Bis vor ein paar Wochen war Cunha noch der Hoffnungsträger, jetzt ist er ein Problemfall. Auffällig ist: Seit diesen Wochen wird hinter den Kulissen auch über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit dem Zauberfuß verhandelt. Er soll mehr Gehalt bekommen, dafür soll im Kontrakt dann aber eine hohe festgeschriebene Ablösesumme stehen.

Schon im Sommer warfen Topklubs wie Paris Saint-Germain und Inter Mailand mehr als ein Auge auf Cunha. Der offensive Mittelfeldspieler weiß, wie wichtig er für die Blau-Weißen ist. Lenkt ihn der ganze Poker zu sehr ab? Oder hat er plötzlich Höhenluft und will deswegen auf dem Platz nur sein Ding durchziehen?

Cunha selbst entschuldigte sich nach der Trainerschelte via Twitter: „Ich weiß, dass es kein guter Tag für uns war. Es gibt Leute, die viel reden, aber ich spiele wirklich für dich, für unsere Hertha und diejenigen, die wirklich helfen wollen! Ich werde mich verbessern und dir Cunha zurückgeben!“

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung …