Lukas Klünter (l.) ist endlich wieder beim Mannschaftstraining dabei.
Lukas Klünter (l.) ist endlich wieder beim Mannschaftstraining dabei. Foto: dpa

Neues Jahr, noch härterer Kampf bei Hertha BSC! Mittendrin ist Lukas Klünter (25). Drei Monate verletzt, jetzt mit Tayfun Korkut ein neuer Trainer. Klüntis Zukunft ist ungewiss. Er kämpft um einen neuen Vertrag.

Der Kontrakt des rechten Außenverteidigers, der seit 2018 für die Blau-Weißen spielt, läuft Ende Juni aus. Bei Korkuts Vorgänger Pal Dardai hatte der schnelle Klünter immer gute Karte, weil er mit seiner Spielintelligenz und Zuverlässigkeit einige technischen Defizite wettmachte. Bei Korkut muss er sich jetzt neu beweisen. Klünter drückt es so aus: „Für mich geht es jetzt darum, Schritt für Schritt die Lücke zur Mannschaft zu schließen, um mich Tayfun Korkut anbieten zu können.“

Seit vergangenen Mittwoch trainiert er nach drei Monaten Verletzungspause wieder mit. Er hatte sich Mitte September beim Spiel in Bochum (3:1) die Schulter so stark verletzt, dass er operiert werden musste. „In den ersten Tagen rund um die Operation war ich schon geknickt und niedergeschlagen. Aber meine Motivation kam postwendend zurück“, sagt er.

„Ätzend, verletzt zu sein und nicht helfen zu können“

Klünter verletzte sich im September beim 3:1 in Bochum.
Klünter verletzte sich im September beim 3:1 in Bochum. Foto: Imago Images/Räppold/Koch

Die Monate danach waren nicht leicht für ihn: „Das fühlt sich wirklich wie eine halbe Ewigkeit an. Als Fußballer ist es immer ätzend, verletzt zu sein und der Mannschaft nicht helfen zu können. Mir hat der Ball einfach gefehlt. Am Wochenende den Jungs nur von der Tribüne oder vom Sofa die Daumen zu drücken – das hat genervt.“

Warten auf das 50. Spiel

Jetzt ist er wieder da und richtig happy: „Ich bin froh, wieder mit den Jungs zu trainieren.“ Und er macht sich große Hoffnung, dass er schon bald zu seinem Bundesliga-Comeback kommt. Es wäre dann ein wunderschönes Jubiläum. Sein 50. Pflichtspiel für die Blau-Weißen. „Ich kann meinem Körper in solchen Situationen nach Verletzungen vertrauen, auch nach dem Muskelbündelriss 2018 war ich recht schnell wieder fit. Das hat mir geholfen. Ich habe in dieser Hinsicht ein richtig gutes Gefühl.“

Doch das alles garantiert noch keinen Stammplatz und schon gar nicht einen neuen Vertrag. Für die neue Saison plant Manager Fredi Bobic einen neuen rechten Außenverteidiger ein. Die Ausgangsposition ist trotzdem nicht die schlechteste für Klünter. Denn auch die Zukunft seiner Konkurrenten ist unklar. Routinier Peter Pekarik spielt eine starke Saison, doch der Slowake ist 35 Jahre alt. Sein Vertrag läuft auch im Sommer aus. Deyovaisio Zeefuiks Kontrakt geht zwar noch bis Sommer 2024, aber überzeugen konnte der Holländer in den vergangenen anderthalb Jahren nicht so richtig.

Klünti, einfach jetzt richtig Gas geben!

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