Scheut sich nicht, den Mund aufzumachen und steht auch deswegen bei Hertha-Trainer Pal Dardai hoch im Kurs: Linus Gechter (17).  City-Press

Das 3:1 in Bochum kostete Kraft und Personal. Die nächsten Wochen fallen die Verteidiger Jordan Torunarigha (Oberschenkel) und Lukas Klünter (Schulter-OP) aus. Gegen Fürth (Freitag, 20.30 Uhr) könnte deswegen Teenie Linus zum Primus werden und erstmals in der blau-weißen Startelf stehen.

Systemumstellung wegen der Personalnot? Für Trainer Pal Dardai keine Option: „Wir sind alle bei Hertha unheimlich stolz auf Linus. Er ist ein echtes Akademiekind. Wenn Marton Dardai nicht spielen kann, dann übernimmt Linus den Part.“

Dardai schwärmt von Gechter

Marton (19), Dardais zweitältester Sohn, machte am Mittwoch nach wochenlanger Pause einen Belastungstest. Das Sprunggelenk soll wieder belastbar sein. Papa Pal will nach vier Wochen Pause aber nichts überstürzen: „Wir wollen kein Eigentor machen.“

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Statt eine erneute Verletzung zu riskieren oder wieder auf eine Viererkette zu setzen, schenkt Dardai wohl lieber Gechter nach seinen Profi-Debüt in Bochum (kam zur Halbzeit für Torunarigha) das Vertrauen: „Linus will auf dem Platz Fußballspielen, nicht einfach nur verteidigen. Er besitzt eine tolle Körpersprache und hat eine Ausstrahlung, die beeindruckend ist. Auch unter Druck bleibt er cool, wird nicht nervös.“

Dardai freut sich auf Burchert, aber … 

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Kennen sich schon lange: Trainer Pal Dardai und  Torhüter Sascha Burchert im Jahr 2016.

Stolz ist Dardai auch auf Sascha Burchert, der es aus der blau-weißen Talentschmiede bis zum Bundesliga-Torwart bei Greuther Fürth geschafft hat: „Er hat einen tollen Charakter. Ich würde mir freuen, wenn er nach dem Karierende wieder zurückkommt. Aber am Freitag wünsche ich ihm kein Glück.“

Burchert selbst ist vor seiner Rückkehr besonders motiviert: „Ich denke gerne an die Zeit bei der Hertha zurück, deshalb bin ich mir sicher, dass ich auch mit einem guten Gefühl im Bus ins Stadion fahre.“

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