Herthas Investor Lars Windhorst freut sich weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Finanz-Boss Ingo Schiller (l.).  Imago

Am Montag kündigte Lars Windhorst an, ab sofort auf Twitter Berichte über ihn und seine Firmen direkt zu kommentieren. Noch am Abend hielt der blau-weiße Geldgeber Wort und stellte klar: Hertha bekommt bald sein Geld.

„Wir haben bisher bereits 310 Mio. Euro investiert. Und wir stehen zu unserem Wort und an der Seite von Hertha BSC, auch wenn es sportlich keine leichte Zeit für den Verein ist. Selbstverständlich werden wir, wie verabredet, pünktlich das restliche Geld überweisen“, twitterte Windhorst.

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Lars Windhorst weiter von Hertha-Investment überzeugt 

In insgesamt fünf Tweets wies Windhorst zudem erneut Berichte über ein angebliches Zerwürfnis mit Trennungspotenzial zurück. „Damit haben wir in Summe dann 374 Mio. Euro investiert – das größte Eigenkapitalinvestment in der Bundesliga, das es jemals gab. Weil wir von dem Erfolg unseres langfristigen Investments überzeugt sind. Und an die Stärke und das Potenzial von Hertha glauben“, schrieb Windhorst.

Zuvor hatten unter anderen Manager Magazin und Spiegel berichtet, dass es wegen der weiter ausstehenden letzten Raten über insgesamt 60 Millionen Euro zu einem Riss zwischen Investor und Klub kommen könnte. „Wenn zwei dasselbe spekulieren, wird es dadurch nicht richtiger. Wir stehen weder ‚mit dem Rücken zur Wand‘, noch müssen und werden wir ‚Anteile abgeben‘“, schrieb Windhorst dagegen.

Lars Windhorst und die Einkaufspolitik von Michael Preetz 

2019 hatte Windhorst für 224 Millionen Euro 49,9 Prozent der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA erworben. Aktuell hält er 66,6 Prozent der Profigesellschaft. Für die Aufstockung hatte der Investor im Sommer 2020 weitere 150 Millionen zugesagt, aber zuerst nur 50 Millionen Euro gezahlt.

Dem Vernehmen nach missfiel ihm die vorsichtige Einkaufspolitik des damaligen Managers Michael Preetz. Mit Geschäftsführer Carsten Schmidt und Manager Fredi Bobic ist die Führungscrew der Hertha mittlerweile neu besetzt.  Schmidt und Windhorst räumten ein, dass es nicht immer reibungslos zwischen den Vertragspartnern lief. Im Herbst hatten sich Verein und Windhorsts Unternehmen Tennor auf eine Ratenzahlung geeinigt.

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