Dodi Lukebakio ist entschlossen. Im zweiten Jahr bei Hertha will er zeigen, was er wirklich kann. Foto: imago images/Nordphoto

Er war im vergangenen Sommer der teuerste Transfer bei Hertha BSC. Im August 2019 blätterten die Blau-Weißen 20 Millionen Euro für Stürmer Dodi Lukebakio (22) an Premier-League-Klub FC Watford hin. Genauso hoch waren auch die Erwartungen. Doch ganz konnte der Belgier sie vergangene Saison nicht erfüllen. Lukebakio muss besser werden.

Trainer Bruno Labbadia sagt es offen und ehrlich: „Dodi muss seine Fähigkeiten, die er hat, mehr zum Tragen bringen. Mehr Tempo, mehr das 1:1-Spiel suchen und nicht so oft stoppen und warten, bis der Gegner kommt. Er muss stabiler werden.“

In der Saison 2018/19 war der Stürmer als Leihspieler bei Fortuna Düsseldorf, dort machte er zehn Treffer. Bei Hertha waren es in der Statistik sieben. Ein Tor muss man dabei aber abziehen. Den Treffer zum 2:0 gegen Leverkusen im Mai hatte er Mitspieler Krzysztof Piatek schlichtweg geklaut. Also vier Treffer weniger als noch in Düsseldorf.

Natürlich war es in der verkorksten Saison mit insgesamt vier Trainern (Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri und dann zum Glück Labbadia) nicht leicht für Lukebakio. Ihm sah man deutlich an, dass ihn die ganze Situation verunsicherte. Lange wurde er von einer Position zur anderen geschubst – mal Mittelstürmer, mal Linksaußen, mal Rechtsaußen.

Labbadia ließ ihn dann endlich nur noch auf einer seiner Lieblingspositionen: „Bei uns hat er fast immer auf der rechten Seite gespielt. Er muss eine Entwicklung nehmen, wie jeder andere Spieler auch. Sonst kommen wir nicht weiter.“

Beim internen 2:1-Testspiel am Wochenende zeigte Lukebakio schon mehr Mut bei den Dribblings. „Er hatte drei sehr gute Situationen“, sagt Labbadia. Doch es ist noch jede Menge Arbeit. „Die letzten Monate waren sehr intensiv für ihn. Jetzt müssen wir ihn auf ein Level bringen, dass er die Leistung über 90 Minuten bringt. Am besten dreimal in der Woche“, so der Coach.

Klar, Hertha spielt zwar (noch) nicht international, aber wegen des engen Corona-Spielplans wird es wohl einige englische Wochen in dieser Bundesliga-Saison geben.