Herthas Krzysztof Piatek traf beim internen Testspiel per Elfmeter zum 4:1-Endstand. Davor  Foto: imago images/Behrendt

Zwei Tore bei Herthas internem 4:1-Testspiel. Für Stürmer Krzysztof Piatek (25) läuft es immer besser. Muss es auch. Denn Trainer Bruno Labbadia will von dem polnischen Nationalstürmer in der neuen Saison mehr Treffer sehen. Labbadia: „Piatek muss an seiner Effektivität arbeiten!“

Der Mittelstürmer kam im Januar für 24 Millionen Euro Ablöse vom AC Mailand. In der Rückrunde machte er 15 Spiele, traf aber nur vier Mal (beim 3:3 in Düsseldorf per Elfer, beim 2:2 in Leipzig per Elfer, beim 2:0 gegen Augsburg und beim 1:4 gegen Frankfurt). Also nur zwei Tore aus dem Spiel heraus.

Labbadia versteht sich als Fußballlehrer und will jeden einzelnen Spieler besser machen. Deswegen fängt seine Kritik pädagogisch wertvoll mit einem Lob an: „Er läuft viel und macht viel. Die Statistiken sind sehr gut. Was man sagen kann, Krzysztof arbeitet extrem viel – auch außerhalb des Platzes.“

Doch dann sagt der Coach: „Er hat Fähigkeiten, die er mehr einbringen muss. Wir müssen es schaffen, ihn in seiner Position besser einzusetzen. Und er muss auch daran arbeiten. Er muss präsenter im Strafraum werden.“

Nach fünf Jahren mit Torjäger Vedad Ibisevic (35), dessen Zukunft weiter ungeklärt ist, müssen sich die Spieler auf einen neuen Typus von Stoßstürmer einstellen. Der Bosnier traf durch seine Erfahrung, Instinkt und Lauerstellung im Strafraum. Piatek mag dagegen mehr das enge Zusammenspiel mit seinen Kollegen.

In seinem ersten halben blau-weißen Jahr spürten alle, dass er es besonders gut machen wollte, dabei aber oft in den entscheidenden Situation zu viel nachdachte. Labbadia: „Da müssen wir an der Konzentration arbeiten. Er muss noch effektiver werden. Nach dem Mannschaftstraining werden wir in den nächsten Wochen auch Abschlüsse üben.“ Labbadia hat als Ex-Torjäger da bestimmt noch ein paar Tipps für Piatek.