In Hoffenheim wurde Myziane Maolida von Trainer Pal Dardai ein- und wieder ausgewechselt. An seinen freien Tagen legt er dafür Sonderschichten ein (l.).  City-Press/Instagram

Die Fans fiebern nach der Pokal-Auslosung in dieser Saison gleich drei Derbys gegen den 1. FC Union entgegen. Hertha-Hoffnungsträger Myziane Maolida schiebt dagegen Frust – und legt an den freien Tagen Sonderschichten ein. Aber warum trägt der französische Flügelflitzer dabei ein Gladbach-Trikot? 

Die Botschaft, die Maolida senden will, ist ganz klar: Seht her, ich lege mich ins Zeug und schufte an freien Tagen extra hart. Zusammen mit einem Personaltrainer ging es in seiner Heimatstadt Paris ins Fitnessstudio. Videos davon lud der 22 Jahre alte Offensivspieler bei Instagram hoch - und nicht wenige Fans rieben sich verwundert die Augen. Denn Maolida zeigte sich im Gladbach-Trikot seines Landsmanns Alassane Plea. 

Maolidas magere Hertha-Bilanz 

Herthas Myziane Maolida pumpt im Gladbach-Trikot von Alassane Plea. Instagram

Hintergrund: Maolida und Plea kennen sich bereits seit der gemeinsamen Zeit bei Olympique Lyon. Danach gaben sie sich in Nizza die Klinke in die Hand, nachdem Plea zur Borussia wechselte. Während Maolidas Kumpel sofort in der Bundesliga Fuß fasste, läuft es bei ihm selbst bisher alles andere als rund. 

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Dabei waren die Vorschusslorbeeren groß und auch der Vier-Millionen-Mann war nach seinem Wechsel voller Tatendrang: „Ich liebe es, ins Dribbling zu gehen, kombiniere gerne, mag das schnelle Spiel über die Flügel, versuche immer kreative Lösungen zu finden. Ich will dem Team mit Toren und Vorlagen helfen.“

Dardai-Denkanstoß für Maolida 

Die Realität sieht nach drei Monaten ganz anders aus: Magere 174 Minuten stand Maolida bisher für die Blau-Weißen auf dem Platz. Nur einmal nahm Trainer Pal Dardai ihn die Startelf. Außer bei seinem Debüt beim 3:1-Sieg in Bochum, als er als Einwechselspieler zum Endstand traf, versprühte Maolida bisher kaum Torgefahr.

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So wollen ihn die Hertha-Fans sehen: Myziane Maolida jubelt in Bochum über sein Tor. 

Der vorläufige Tiefpunkt: Am Wochenende beim 0:2 in Hoffenheim wurde Maolida erst ein- und nur 32 Minuten später wieder ausgewechselt. Die Höchststrafe für jeden Fußballer war zwar nach dem Platzverweis für Kapitän Dedryck Boyata taktischer Natur. 

Maolida mit Defiziten

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Doch obendrauf gab es von Dardai auch noch einen Denkanstoß: „Das Anlaufverhalten ist sehr wichtig, du kannst nur nach vorne pressen, wenn jeder mitmacht. Dafür brauchst du disziplinierte Typen wie Marco Richter und Mittelstädt. Maolida muss taktisch noch lernen, das sieht man.“

Die Sonderschichten an den freien Tagen wird Dardai dagegen ganz sicher wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Und wer weiß, vielleicht platzt bei Maolida dank der neuen Muskelkraft gegen Leverkusen (Sonntag, 15.30 Uhr, Dazn) endlich der Knoten.

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