Herthas Trainer Tayfun Korkut ist in Fürth zum Siegen verdammt.
Herthas Trainer Tayfun Korkut ist in Fürth zum Siegen verdammt. Imago Images/Räppold/Koch

Nächster Versuch! Hertha BSC hat in diesem jungen Jahr noch nicht gewonnen und steckt tief im Tabellenkeller. Sonnabend (15.30 Uhr) ist ein Dreier im Abstiegsduell beim abgeschlagenen Tabellenletzten Fürth absolute Pflicht. Siegen oder siechen!

Den Druck haben sich die blau-weißen Profis selbst eingebrockt. Beim 1:1-Heimspiel gegen Bochum am vergangenen Freitag wurden wieder mal zwei Zähler verschenkt. Die Lage ist brenzlig – nur noch ein Punkt Vorsprung auf Relegationsplatz 16. Der Auswärtssieg in Fürth ist ein Muss, nicht mehr und nicht weniger. Denn danach hat Hertha ein Härteprogramm, die Gegner heißen dann Leipzig, Freiburg und Frankfurt.

Die Spieler scheinen langsam die prekäre Lage begriffen zu haben. In dieser Woche gaben sie im Training bedingungslos Vollgas. Chefcoach Tayfun Korkut war damit zufrieden, sagt aber auch: „Sich gut vorzubereiten, ist die erste Aufgabe – die Übertragung aufs Spielfeld dann die zweite. Wir wollen dieses Spiel gewinnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit viel Elan und hoher Intensität auftreten und die drei Punkte mitnehmen werden!“

Korkut warnt seine Spieler

Der Optimismus des Trainers wurde aber zuletzt immer enttäuscht. Wirklich auch diesmal wieder – in Fürth? Die Franken haben gerade mal zehn Punkte gesammelt, konnten in der ganzen Saison bisher nur zweimal gewinnen (1:0 gegen Union, 2:1 gegen Mainz). Eine Pleite bei den Kleeblättern wäre nicht nur eine Blamage, sondern eine Katastrophe.

Korkut mahnt alle noch mal, den Gegner nicht zu unterschätzen: „Die Tabelle interessiert mich in Bezug auf diese Begegnung nicht, wir dürfen uns davon und auch vom Ergebnis der vergangenen Partie der Fürther (1:4 in Wolfsburg, Anm. d. Red.) nicht täuschen lassen. Sie sind seit vier Heimspielen ungeschlagen, haben sich an das Tempo der Bundesliga angepasst – und genau das macht diese Aufgabe gefährlich.“

Nicht nur das Spiel ist gefährlich, sondern Herthas gesamte Lage. Das Team ist seit zweieinhalb Jahren der kranke Patient der Bundesliga. Fürth ist die vielleicht letzte Chance auf erste Heilungsschritte. Mit einem Dreier gibt es wieder mehr Selbstvertrauen, das dringend nötig ist für die nur noch zwölf Spiele danach.

Korkut hofft: „Wir müssen uns auf unsere Leistung, unseren Mut, unsere Spielfreude fokussieren und an unsere Leistungsgrenze kommen.“ Siegen oder siechen, die blauweißen Profis haben selbst die Wahl.

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