Macht sich und seine Krasnodar-Kollegen froh: Ex-Herthaner Jhon Cordoba spielt in Russland groß auf.  Imago

Diese Statistik tut jedem Hertha-Fan weh! Während die Blau-Weißen zum Liga-Start drei Pleiten kassierten und im Angriff der Wurm drin ist, ballert Ex-Stürmer Jhon Cordoba in Russland alles in Grund und Boden. Cordoba spielt krass in Krasnodar!

Der Kolumbianer feierte bei seinen neuen Klub FK Krasnodar einen Traumeinstand, traf nur zwei (!) Tage nach seinem Hertha-Abschied in seinem ersten Spiel.

Auch danach machte der bullige Angreifer einfach weiter. Cordobas krasse Zahlen in Krasnodar: 6 Spiele, 5 Tore, 2 Vorlagen. Werte von denen Hertha BSC derzeit nur träumen kann.

Dardai: Belfodil soll Cordoba bei Hertha ersetzen

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Macht in Russland da weiter, wo er bei Hertha BSC aufgehört hat: Jhon Cordoba trifft und trifft.

Sportchef Fredi Bobic kassierte zwar einen satten Geldregen von 20 Millionen Euro, machte somit in nur einem Jahr mit Cordoba (kam für 15 Mio. Euro vom 1. FC Köln) satte 5 Millionen Euro Gewinn. Allerdings herrscht bei den Blau-Weißen seitdem akute Sturmflaute. Davie Selke knipste in der Vorbereitung und auch in der ersten Pokal-Runde, fällt aber nun wegen eines Rippenbruchs für die richtungsweisenden Spiele in Bochum am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) und gegen Fürth ( Freitag, 18. September, 20.30 Uhr) aus. 

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Als Cordoba-Ersatz kam Ishak Belfodil für 500.000 Euro von der TSG Hoffenheim. Trainer Pal Dardai: „Jhon war ein Kandidat für 14, 15 Tore. Die kann auch Belfodil schießen, wenn er fit bleibt.“ Der 29 Jahre alte Algerier bewies im Kraichgau in der Saison 2018/2019 mit 16 Tore und 5 Vorlagen in 28 Spielen seine Torgefahr. In den vergangenen zwei Spielzeiten machte er nach einen Kreuzbandriss aber nur noch 20 Spiele – und erzielte dabei lediglich einen Treffer in der Europa League.

Vor allem ist Belfodil aber ein ganz anderer Stürmertyp als Cordoba, der als Naturgewalt die Bälle festmachte und für Schrecken im gegnerischen Strafraum sorgte, indem er sich in alles hineinschmiss, was nicht bei drei aus dem Fünfmeterraum war.

Hertha-Hoffnung Piatek peilt Bochum an

Daumen hoch: Hertha-Stürmer Kris Piatek trainiert wieder auf dem Schenckendorffplatz. Instagram

Weil Hertha auch noch Dodi Lukebakio (Wolfsburg) und Javairo Dilrosun (Bordeaux) verlieh, setzt Pal Dardai nach zwei mickrigen Törchen in drei Spielen für die immens wichtigen Duell gegen die Aufsteiger vor allem auf Nizza-Stürmer Myziane Maolida, der auf den Flügeln wirbeln soll.

Und in der Mitte könnte endlich wieder Kris Piatek stürmen. Der Pole zog sich im im Mai im Kampf um den Klassenerhalt einen Knöchelbruch zu, kämpft seitdem um seine Rückkehr und wollte eigentlich schon gegen die Bayern sein Comeback feiern.

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Die Zeit reichte nicht, doch nun zeigte sich Piatek erstmals wieder mit dem Ball am Fuß auf dem Schenckendorffplatz. Pal Dardai will ein Bochum-Blitzeinsatz nicht ausschließen: „Er hat eine gute Zahl an Jokertoren.“