Herthas neuer Cheftrainer Tayfun Korkut hat Myziane Maolida in den vergangenen Trainingstagen genau angeschaut. Foto: Imago Images/Nordphoto/Engler

Neuer Trainer, das ist auch eine neue Chance für Myziane Maolida (22). Der französische Last-Minute-Transfer kam bei Ex-Coach Pal Dardai zuletzt überhaupt nicht mehr zum Zuge.  Bei Nachfolger Tayfun Korkut hört sich das schon ganz anders an. Maolida winkt für das Spiel morgen (15.30 Uhr) die Startelf.

„Maolida war engagiert im Training, wie auch alle anderen. Ich kann da nichts Negatives sagen. Eher etwas Positives“, sagt Korkut nach vier Tagen Training mit der Mannschaft. Die Situation um den Flügelflitzer von OGC Nizza, der für vier Millionen Euro Ablöse Ende August kam, schätzt der neue Coach so ein:  „Gerade bei Spielern, die in ein neues Land kommen, muss man anders beurteilen. Sie müssen sich erst anpassen, das dauert immer ein wenig. Erst dann weiß man genau, was für sie am besten ist.“

Traumstart, Verletzung, Bank

Maolida hatte eigentlich einen Traumstart. Bei seinem Bundesliga-Debüt kam er als Joker im Spiel beim VfL Bochum rein und traf gleich zum 3:1. Besser ging es eigentlich nicht. Doch nur eine Woche später hatte der Rechtsfuß, der auch auf dem linken Flügel spielen kann, Muskelprobleme und fiel erstmal aus. Zwei Teileinsätzen folgten, doch in den vergangenen drei Partien spielte er überhaupt nicht mehr. Dardai war mit dem Defensivverhalten und seinen Laufwegen nicht ganz zufrieden.

Mit dem neuen Coach sind die Karten neu gemischt. Korkut: „Jetzt waren die Tage dazu da, die Spieler kennenzulernen. Wo bewegen sie sich am liebsten, was machen sie mit dem Ball. Wo passen sie hin? Das sind jetzt erstmal die Fragen.“

„Die Spieler müssen den Ball wollen“

Das Puzzle hat begonnen. Gerade in der Offensive, die bisher nur 13 Tore in 13 Spielen machte. Maolida könnte ein Hauptteil werden, um endlich mehr Durchschlagskraft zu bekommen. Zuletzt wirkte das Team in Angriff nur noch gehemmt.  Korkut: „Ich bin mir nicht sicher, ob es so eine mentale Geschichte ist. Ich versuche zu vermitteln, dass wir den Ball auch wirklich wollen und ihn dann nach vorne bringen. Daran haben wir intensiv gearbeitet.“

Es wird ein harter Job. Korkut weiß es selbst und sagt zur Auswärtspartie im Schwabenländle: „Es ist ein wichtiges Spiel für Hertha und Stuttgart. Wer gewinnt, wird die richtige Richtung einschlagen und einen kleinen Schritt wieder nach oben machen.“ Maolida könnte Sonntag einen größeren Schritt als anderen im Team machen…

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