Andy Brehme und Jügen Klinsmann zu aktiven Zeiten. imago-images

Ex-Nationalspieler Andreas Brehme hat mit Verwunderung und Unverständnis auf Jürgen Klinsmanns Kurzzeit-Engagement als Trainer des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC reagiert. „Ich konnte es nicht nachvollziehen. Ich glaube auch, dass er gemerkt hat, dass er einen Fehler gemacht hat“, sagte Brehme, der an Klinsmanns Seite 1990 Weltmeister geworden war, bei SPOX und DAZN.

Auch Rudi Völler, ebenfalls Weltmeister von 1990, sei zu dieser Einschätzung gekommen, berichtete Brehme. Er habe Klinsmann „noch gratuliert, als er das Team übernommen hatte“, sagte der 59-Jährige: „Aber dass er dann so schnell aufgegeben hat, das habe ich nicht verstanden.“

Klinsmann hatte am 11. Februar nach 76 Tagen via Facebook überraschend seinen Rücktritt bei den Berlinern verkündet. Kurz darauf prangerte er in einer in der Sport Bild veröffentlichten Generalabrechnung die Verhältnisse bei seinem ehemaligen Arbeitgeber an.

Dieser ganze Vorgang habe Klinsmanns gutem Ruf geschadet, meinte Brehme. Dies könnte auch Folgen für die berufliche Zukunft des Ex-Stürmers haben: „Man darf nie nie sagen, aber die Medien haben ihn schon heftig kritisiert, auch in Italien. Sein Berater hätte ihm davon abraten müssen.“