Gut gefüllt trotz Corona-Alarm: das Olympiastadion  Foto: Engler

Nicht viel los in der Stadt. Die Straßen und Plätze sind so gut wie leer gefegt. Es scheint, dass sich viele Berliner wegen der Corona-Gefahr freiwillig eine Hausquarantäne auferlegt haben. Teils aus Sorge, sich anzustecken. Teils aus Fürsorge gegenüber anderen, weil sie keinen anstecken wollen, sollte es auch nur eine harmlose Erkältung sein. Typisch unaufgeregte Berliner Gelassenheit.

Umso erstaunlicher ist diese Zahl: Trotz des ausufernden Virus’ kamen 58 028 Zuschauer ins Olympiastadion. Das ist eine starke Leistung der Fans. Nicht nur wegen der akuten Gefahrenlage durch Corona.

Hertha ist den Anhängern nicht egal

Hertha BSC verwöhnt seine Anhänger in dieser Saison wirklich nicht. Zwei Trainerwechsel, erst drei Heimsiege, von schönem Fußball träumt schon lange keiner mehr. Und der Abstiegskrampf gegen Werder Bremen versprach auch, kein Leckerbissen zu werden.

Trotzdem kamen die Fans, um das blau-weiße Team zu unterstützen. Es ist ein Beweis, dass Hertha trotz aller Niederschläge den Anhängern nicht egal ist. Auf seine Fans kann sich der größte Verein der Hauptstadt immer wieder verlassen. Das ist ein großes Pfund, mit dem der Verein verantwortungsvoll umgehen muss. Und die hoch bezahlten Profis sollten sich immer ins Gewissen rufen, für wen sie spielen – für die Fans.