Zwei Tore beim 3:2-Sieg gegen WSG Tirol, dazu kluge Pässe und viel Dynamik. Kevin Sessa (26) glänzt im Trainingscamp von Hertha BSC in Kitzbühel. Für den Mittelfeldspieler ist es der dritte Anlauf bei den Blau-Weißen zum Stammspieler. Sessa wird gerade immer besser.
Sessa liefert ab: Ein Traumtor und gute Pässe
Der Deutsch-Argentinier, der 2024 vom FC Heidenheim kam, hat endlich mehr Selbstvertrauen. Die Geschmacksprobe gab er gegen das Tiroler Team: Ein Volleyschuss hämmerte unter die Latte zum 1:0, und Sessa traf in der zweiten Hälfte noch mal.

Es sind aber nicht nur die Tore. Sessa spielt neben Paul Seguin den defensiven Strategie-Part im Mittelfeld und ersetzt gerade Kevin Eichhorn, der an Bayer Leverkusen verkauft wurde.
Der Wandel von Sessa hängt auch mit dem neuen Kader zusammen. Zwei Jahre war er mehr oder weniger nur Joker, konnte sich nie dauerhaft durchsetzen. Jetzt gehört er im jungen Team zu den erfahrenen Spielern und steht nicht mehr im Schatten.
Leitl lobt Kevin Sessa, aber ...
Seine Körpersprache bei den bisherigen vier Testsiegen in der Sommervorbereitung war eine völlig andere als früher. Er fällt mit seiner Spielweise und dem mutigen Antritt nach vorne auf. Das findet auch Trainer Stefan Leitl und lobt: „Insgesamt ist Kevin momentan in wirklich herausragender Verfassung, und ich hoffe, dass er sich das beibehalten kann.“

Wer genau hinhört, erkennt beim Coach noch immer eine gewisse Skepsis. „Momentan“ und „beibehalten“ heißt, dass Leitl die Leistung von Sessa eben nicht nur im Training sehen will, sondern auch bei den Pflichtspielen. Der überragende Techniker ging in den vergangenen zwei Jahren regelmäßig zu sehr auf Tauchstation.


