Marco Richter ließ Hertha dank seines Traumtors gegen Mönchengladbach jubeln.  Imago

Die blau-weiße Klettertour geht weiter! Hertha BSC gewinnt zum zweiten Mal in Folge, ringt Borussia Mönchengladbach durch einen intensiven Kampf nieder und springt durch den 1:0-Sieg auf Tabellenplatz 10. Hertha-Profi Marco Richter lässt Hertha durch sein Traumtor jubeln.

Es läuft bei Marco Richter. Nach seinem Premierentreffer beim 2:1-Sieg in Frankfurt war der 1,76 Meter kleine Flügelflitzer, im Sommer vom FC Augsburg gekommen, auch gegen Gladbach mächtig gut drauf – und hellwach. Nach einem Einwurf und Durcheinander im Gäste-Strafraum fackelte Richter nicht lange, sprang, lag quer in der Luft, und zimmerte den Ball per Seitfallzieher sehenswert ins Tor – 1:0 (40.).

Richter direkt nach Abpfiff grinsend bei Sky: „Eigentlich treffe ich den Ball gar nicht gescheit, aber es sieht cool aus, wie er ins Tor geht.“

Von Anfang an Feuer drin 

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Herthas Richter trifft spektakulär gegen Borussia Mönchengladbach zum 1:0. 

So schön der Treffer war – er kam aus dem Nichts. Dabei war von Anfang an Feuer in der Partie. Was zunächst allein an der Rückkehr von Luca Netz (18) lag. Die Hertha-Fans quittierten jede Ballberührung mit lautstarken Pfiffen, nachdem sich das Mega-Talent im Sommer für einen Wechsel an den Niederrhein entschied.

In der siebten Minute wurde es jedoch noch lauter. Die 25.000 Zuschauer im erstmals ausverkauften Olympiastadion quittierten den Elfmeter-Pfiff von Schiedsrichter Benjamin Cortus mit einem gellenden Pfeifkonzert – und durften nur kurze Zeit später den Frust wieder wegjubeln, weil der Video-Assistent merkte, dass Maxi Mittelstädt Joseph Scally gar nicht berührt hatte.

Hertha kämpft und belohnt sich

Unmittelbar vor Anpfiff forderte Sportchef Fredi Bobic: „Die Basics müssen stimmen.“ Und die Elf von Trainer Pal Dardai setzte das zumindest in der Defensive (Marton Dardai sprang kurzfristig für Niklas Stark ein, den Leistenprobleme plagen) um. Hertha verteidigte engagiert, kompakt und kompromisslos in den Zweikämpfen.

Dennoch fanden die giftig agierenden Gäste in der blau-weißen Abwehr immer wieder Lücken und kombinierten sich vor das Tor von Alexander Schwolow. Nach vorne ging es für Hertha zunächst kaum – bis Richter das Olympiastadion mit der ersten Chance zum Beben brachte, was wie eine Initialzündung wirkte.

Bereits am Dienstag ist Pokal 

Die Blau-Weißen spielten fortan mutiger nach vorne und hätten kurz vor der Pause fast auf 2:0 gestellt. Gladbach-Keeper Yann Sommer lenkte Dardais Kopfball noch um den Pfosten (45.+5).

Weil Hertha im zweiten Abschnitt keinen Deut nachließ und Glück hatte, dass Santiago Ascacibar kein spätes Eigentor unterlief (84.), reist Dardais Elf mit ordentlich Rückenwind nach Münster, wo bereits am Dienstag (18.30 Uhr) die zweite Pokal-Runde steigt.

Dardai war entsprechend happy: „Das ist ein wichtiger Sieg. Wir haben gut gearbeitet und uns dank der Fans ins Spiel reingekämpft. Glückwunsch an die Mannschaft.“

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