Voller Fokus: Herthas neuer Angreifer Jhon Cordoba (27) brennt auf sein blau-weißes Debüt.  Foto:  City-Press

Keine 24 Stunden nach seiner Unterschrift präsentierte Hertha BSC seinen neuen Angreifer. Jhon Cordoba (27) verrät, welchen Anteil sein Landsmann Adrián Ramos, der erste blau-weiße Coolumbianer, an seinem Wechsel hatte. Mit der Fahne auf der Brust will er nun für richtig Furore sorgen und Hertha in der Tabelle nach oben ballern. Damit will er schon in Bremen (Sonnabend, 15.30 Uhr) anfangen.

„Kein Problem.“ Es sind Cordobas einzige beiden Wörter auf Deutsch. Aber sie machen deutlich: Da brennt einer auf seinen ersten Hertha-Einsatz. „Ich bin fit und will dem Trainer so schnell wie möglich beweisen, dass ich bereit für das Wochenende bin“, verspricht der Kolumbianer.

Cordoba sprüht vor Tatendrang, denn es dauerte, bis sich der 1. FC Köln und Hertha BSC einig über den 16-Millionen-Deal waren. Ihm selbst war sofort klar, dass er nach Berlin will – nachdem er mit Ramos telefoniert hatte. „Er hat mir gesagt, dass ich perfekt hierher passe. Auch der Trainer und Manager haben mich sofort vom Projekt überzeugt. Hertha will ganz vorne mitspielen. Das ist für mich eine besondere Motivation“, erklärt Cordoba.

Wofür ihn Hertha holte, zeigte er bereits beim Vormittagstraining: Tore, Tore und nochmals Tore. Nach seinen 13 Treffern in der vergangenen Saison will er bei Hertha noch einen drauflegen: „Ich bin in der bisher besten Form meiner Karriere.“

Seine Spielweise, die er sich aus Videos vom Ex-Weltklasse-Stürmer Didier Drogba (42) abgeguckt hat, beschreibt der bullige 85-Kilo-Angreifer kurz und knapp: „Schnelligkeit, Kraft und Tore.“

Sorgen, dass er wie beim Effzeh ein Jahr Anlaufzeit braucht, sollen sich Hertha-Fans nicht machen. „Ich bin reifer geworden, meine Einstellung besser. Ich weiß, was ich zu tun habe“, sagt er selbstbewusst. Nach zuletzt drei torlosen Testspielen und der Pokal-Pleite könnte Cordoba der berüchtigte Dosenöffner sein, damit Hertha in Bremen und damit in der Liga gut startet.