Daumen hoch: Jhon Cordoba (27) kann endlich wieder für Hertha auf Torejagd gehen.  Foto: City-Press

Ohne Tore steuert Hertha BSC gnadenlos dem Abstieg entgegen. Hoffnung, dass die harmlose Offensive bereits bald wieder ins Schwarze trifft, macht Coach Pal Dardai Trainingsrückkehrer Jhon Cordoba (27).

Endlich! Nach einsamen Wochen und vier verpassten Spielen wegen eines hartnäckigen Muskelfaserrisses betrat der Kolumbianer am Dienstag wieder den Schenckendorffplatz. „Jhon wird voll mittrainieren. Wenn er diese Woche gesund bleibt, nehmen wir ihn am Wochenende mit nach Wolfsburg“, freut sich Dardai.

Effektiver als Piatek

Denn Cordoba sorgt für Licht am immer düsterer werdenden Hertha-Horizont. Mit fünf Toren in zwölf Spielen ist er fast doppelt so effektiv wie Sturm-Kollege Krzysztof Piatek (5 Treffer in 22 Einsätzen). „Jhon ist ein anderer Stürmertyp als Kris“, sagt Dardai und erklärt, was er sich vom bulligen Mittelstürmer erhofft: „Er kann den Ball halten. Mit ihm haben wir einen anderen Prototypen. Er kann Tore machen, ist kopfballstark und robust.“

Nur Joker in Wolfsburg

Doch Dardai will nichts überstürzen. Bereits unter Bruno Labbadia musste Cordoba nach einer Bänderverletzung in der Hinrunde direkt wieder spielen, verletzte sich nach nur fünf Spielen erneut. Ein weiterer Ausfall wäre im Abstiegskampf fatal. Dardai: „Wir dürfen ihn nicht gleich kaputtmachen und gleich den nächsten Muskelfaserriss riskieren.“

Heißt: Bei den Wölfen (Sonnabend, 15.30 Uhr) wird Cordoba maximal 30 Minuten bekommen – und auch nur, wenn er gebraucht wird. Gegen Augsburg (6. März) winkt ihm dann wieder ein Platz in der Startelf.

Warten auf Boyata 

Und: Auch die Abwehrspieler Jordan Torunarigha und Marvin Plattenhardt mischten wieder mit. Torunarigha hatte sich Anfang Februar gegen den FC Bayern München (0:1) an der Hüfte verletzt. Ex-Nationalspieler Plattenhardt plagten seit mehreren Wochen muskuläre Probleme. Das Duell in Wolfsburg kommt deswegen für das Duo wohl noch zu früh. 

Wann genau Abwehrchef Dedryck Boyata endlich wieder nach seiner Fußfraktur fit wird, ist weiter ungewiss. „Boyata ist eine lange Geschichte“, erklärt Dardai, der erst wieder im Saison-Schlussspurt mit dem Belgier rechnet.