Herthas Präsident Kay Bernstein hat ein Geschäftsmotto: Einfach machen! Deswegen flog er Dienstag auch nach Miami zum neuen Investor.
Herthas Präsident Kay Bernstein hat ein Geschäftsmotto: Einfach machen! Deswegen flog er Dienstag auch nach Miami zum neuen Investor. Imago/Matthias Koch, Twitter

Jetzt geht es ganz schnell mit Herthas neuem Investor 777 Partners. Nachdem der gescheiterte Geldgeber Lars Windhorst seine Hertha-Anteile an die US-amerikanische Investmentfirma verkauft hat, machte sich Präsident Kay Bernstein auf dem Weg nach Florida. Der Deal wird jetzt Miami heiß.

Bernstein flog Dienstag nach Miami und traf sich mit dem 777-Boss Josh Wander in der Firmenzentrale. Mit dabei Herthas neuer Finanzboss Thomas Herrich. Nur ein nettes Kennenlern-Gespräch wird es nicht gewesen sein. Da muss schon über knallharte Zahlen gesprochen worden sein.

Hertha BSC: Kay Bernstein ist zuversichtlich

Bernstein verkündete Dienstagnacht via Twitter: „Ein erstes Treffen in Miami zum Kennenlernen und Austausch. Wir blicken mit Zuversicht in eine mögliche gemeinsame Zukunft und freuen uns auf die weiteren folgenden Gespräche.“ Das klingt schon mal gar nicht so schlecht.

Schlimmer als mit Windhorst geht es ja eigentlich auch nicht. Der Finanzjongleur hatte seit Sommer 2019 rund 374 Millionen Euro für 64,7 Prozent der Hertha-KGaA-Anteile bezahlt, ohne großes Mitspracherecht zu haben. Ein Machtkampf tobte seitdem hinter den Kulissen. Die Ära Windhorst endete mit einem Spionage-Skandal gegen den Ex-Präsidenten Werner Gegenbauer, der im Mai zurücktrat.

Hertha-Investor 777 Partners auf Fußballklubs spezialisiert

Als diese Affäre Ende September öffentlich wurde und Herthas neues Präsidium einen Anwalt einschaltete, um alles aufzuklären, verkündete Windhorst seinen Rückzug und war seitdem auf Käufersuche. Vergangene Woche fand er ihn mit der Investmentfirma 777 Partners.

Das US-Unternehmen hat sich auf Fußballklubs spezialisiert. Es gibt bereits Beteiligungen beim FC Sevilla in Spanien, Genua CFC in Italien, Vasco da Gama in Brasilien, Standard Lüttich in Belgien, Red Star FC in Frankreich und Melbourne Victory in Australien. Hertha soll jetzt ein Teil dieses Netzwerks werden.

Ob der neue Investor noch zusätzliche Millionen in den Klub pumpt, ist derzeit noch völlig offen. Hertha braucht neues Geld, denn die Windhorst-Millionen sind weitgehend aufgebraucht.

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