Lässt im Training bereits mit Santiago Ascacibar (l.) die Muskeln spielen und ist bereit für sein Comeback: Hertha-Stürmer Kris Piatek. City-Press

Ein kurzes Lächeln und ein gehobener Daumen. Ganz klar: Krzysztof Piatek steht unmittelbar vor seinem Hertha-Comeback. Trainer Pal Dardai stellt dem Mittelstürmer nach seinem fiesen Knöchelbruch im Mai für das kommende Spiel bei RB Leipzig (Sonnabend, 15.30 Uhr) einen Joker-Einsatz in Aussicht.

Dass die Leidenszeit vorbei ist, sieht man Piatek beim Betreten des Schenckendorffplatzes in gleich doppelter Hinsicht an. Denn neben der guten Laune und der positiven Gestik ist unübersehbar: So richtig rund läuft Piatek noch nicht.

„Das ist normal nach so langer Zeit“, erklärt Dardai, der den Polen gegen Greuther Fürth noch nicht in den Kader berief. Noch war Vorsicht geboten. Dardai: „Wir müssen nach so einer langen Pause aufpassen und wollen nichts kaputtmachen.“

Dardai testet Piatek diese Woche

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Doch damit soll nun Schluss sein. „Es sieht sehr gut aus. Er trainiert seit zwei Wochen auf Bundesliganiveau. Seine Werte sind gut. Jetzt läuten wir die nächste Stufe ein“, gibt Dardai die Marschroute für Piatek vor.

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Fordert im Training bereits wieder Bälle: Hertha-Stürmer Kris Piatek.

Für seine Rückkehr hatte sich der 22-Millionen-Mann (kam im Januar 2020 vom AC Mailand) mächtig ins Zeug gelegt. Nachdem der Schock über seine erste schwere Verletzung als Profi verdaut war, schuftete Piatek in seiner Heimat und mit einem Personal Trainer jeden Tag mehrere Stunden für sein Comeback.

Piatek soll Hertha gegen Leipzig helfen

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Der Schweiß baute das Selbstvertrauen wieder auf: „Ich werde stärker sein als zuvor“, kündigte Piatek bereits an. Eigentlich wollte er das bereits vor zwei Wochen gegen FC Bayern beweisen, schloss darüber mit Dardai eine Wette ab.

Läuft die Woche alles nach Plan, steht er in Leipzig erstmals in dieser Saison wieder im Kader und kann seinen Wett-Einsatz etwas verspätet einlösen. Dardai: „Er hat die meisten Tore bei Hertha BSC als Joker (4 von 7 in der vergangenen Saison, Anm. d. Red.) gemacht. Warum soll es nicht so sein, dass er in Leipzig reinkommt und ein Jokertor macht.“

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