Verspricht nach seinem Knöchelbruch noch stärker zurückzukommen: Hertha-Stürmer Krzysztof Piątek.   Imago

Der Schock über seine schlimme Verletzung saß tief, scheint aber nun verdaut: Hertha-Stürmer Kris Piątek meldet sich erstmals nach seinem Knöchelbruch zu Wort – und zeigt, wie hart er jeden Tag für sein blau-weißes Comeback schuftet.

Das Programm ist knackig: Fünfmal die Woche beginnt der Tag für Piątek früh morgens im Fitnessstudio. Mit der Hilfe eines Personal-Trainers wird mächtig gepumpt, um den Körper in Schuss zu halten.

Lesen Sie auch: Transfermarkt steht still: Herthas langes Warten auf den Domino-Effekt >>

Kris Piątek hatte Angst um seine Karriere 

Danach geht es weiter zur Reha. Dort wird neben einem speziellen Programm für den malträtierten rechten Fuß auch an Piąteks mentaler Stärke gearbeitet. Dass die Verletzung, die sich der Pole beim 2:1-Sieg auf Schalke im Saisonendspurt zuzog und ihm die EM-Teilnahme kostete, ihm durchaus Angst bereitete, gibt Piątek zu: „Ich hatte zuvor noch nie so eine schlimme Verletzung. Es war meine erste Operation überhaupt. Deswegen waren wir in Sorge.“

Imago
Der Moment, als es passiert ist: Kris Piątek humpelt beim 2:1-Sieg auf Schalke im Mai mit großen Schmerzen vom Feld.

Die ist mittlerweile verflogen, wenngleich eine rund fünf Zentimeter lange Narbe an Piąteks rechtem Fuß wohl für immer bleibt. Die tägliche Schufterei in seiner Heimat endet mit einem Pool-Besuch. Das Training unter Wasser soll auch dafür sorgen, dass die Schwellung am Knöchel schneller abklingt. Mit Erfolg. „Es sieht jetzt schon viel besser aus. Ich bin stark und werde damit klarkommen“, erklärt Piątek nun zwei Monate nach dem Verletzungs-Schock. 

Hertha-Trainer Dardai gibt Piątek Zeit 

Eine Prognose, wann der 26 Jahre alte Mittelstürmer, der vergangene Saison in 32 Einsätzen sieben Tore und zwei Vorlagen beisteuerte, wieder fit ist, will Trainer Pal Dardai derzeit nicht abgeben. „Das war eine schwere Verletzung. Wir müssen abwarten, wie sich sein Fuß entwickelt.“

Piątek selbst gibt sich, wie es sich für einen Stürmer gehört, bereits angriffslustiger. Der 24-Millionen-Einkauf (kam vom AC Mailand im Januar 2020) verspricht: „Es ist viel Arbeit und erfordert viel Disziplin, aber ich werde alles dafür tun, um so schnell wie möglich wieder zu spielen. Ich bin sicher, dass ich wieder fit werde und stark zurückkomme.“

Lesen Sie auch: Italien statt England? Transfer-Gezerre um Herthas Topscorer Matheus Cunha >>