Dortmunds Torhüter Marcel Lotka versucht das Tor zu reparieren, nachdem er es vorher im Testspiel gegen Vietnams Nationalteam beim Elfer zerlegt hatte.
Dortmunds Torhüter Marcel Lotka versucht das Tor zu reparieren, nachdem er es vorher im Testspiel gegen Vietnams Nationalteam beim Elfer zerlegt hatte. imago images/Kirchner/Steinbrenner

Was macht eigentlich Herthas Ex-Keeper Marcel Lotka (21), der im Sommer zu Borussia Dortmund wechselte? Antwort: Er haute in Vietnam ein Tor beim Elfmeter auseinander. Kein Witz, es ist wirklich genau so bei Dortmunds Asien-Tour passiert.

Es lief die 86. Minute beim Spiel des BVB gegen Vietnams Nationalteam. Es gab Elfmeter für den Gastgeber. Lotka, so wie man ihn schon aus blau-weißen Zeiten kennt, war total unter Strom. Er sprang im Gehäuse hoch und runter und schlug gegen die Latte. Das Quergebälk flog dabei am oberen Ende des rechten Pfostens aus der Verankerung. Schiefe Latte, größeres Tor!

Lotka merkte es erst gar nicht. Dortmunds Emre Can machte dann den Schiri darauf aufmerksam. Der unterbrach daraufhin die Ausführung des Strafstoßes. Erst versuchte Lotka, die Latte wieder in den Pfosten zu verankern, klappte nicht. Nach fünf Minuten kam ein Handwerker mit Leiter und schob die Aluminiumstücke wieder ineinander. Bei der kuriosen Szenen schmunzelten die BVB-Profis etwas verfassungslos.

Ex-Herthaner Lotka: „Ich wollte nur den Schützen nervös machen“

Danach konnte Lotka den fälligen Elfmeter nicht halten und Dortmund verlor 1:2, weil das nächste Kuriosum bei diesem Testkick folgte. Der Schiri pfiff sofort das Spiel ab und dachte gar nicht daran, die verlorenen Minuten durch die Reparatur des Tores nachspielen zu lassen.

BVB-Trainer Edin Terzic staunte nur: „Als Trainer habe ich so eine Situation noch nicht erlebt. Es war eine verrückte Geschichte. Und dann dauerte es Minuten, das Tor zu reparieren. Da hätten wir gerne mehr Nachspielzeit gehabt.“ Lotka erklärte danach sein Missgeschick: „Wie üblich versucht man, den Schützen etwas nervös zu machen, aber das Klapptor ist dieses mal um fünf Zentimeter nach oben gegangen. Das war sehr kurios, aber so etwas passiert.“

Lotka brach sich bei Hertha am Pfosten die Nase

Im Mai krachte Ex-Hertha-Keeper Marcel Lotka im Spiel gegen Dortmund (1:2) bei einer Parade mit dem Kopf gegen den Pfosten.
Im Mai krachte Ex-Hertha-Keeper Marcel Lotka im Spiel gegen Dortmund (1:2) bei einer Parade mit dem Kopf gegen den Pfosten. imago images/Koch

Der Keeper steht eigentlich bei Dortmunds U23 in der Ditten Liga im Kasten, aber diesmal durfte er mit den Profis auf große Reise gehen. Lotkas Stern als Keeper ging im Februar bei Hertha BSC auf – in der Bundesliga! Als Alexander Schwolow und Oliver Christensen verletzt und krank waren, stand er plötzlich im Kasten und machte dort einen Superjob. Das Dumme war nur: Da hatte Lotka längst in Dortmund unterschrieben.

Der Ersatz-Ersatz-Keeper stand dann bis zum 34. Spieltag beim 1:2 gegen Dortmund im blau-weißen Kasten. Da hatte er schmerzhaften Kontakt mit dem Gehäuse. Bei einer Parade krachte er mit dem Kopf gegen den Pfosten – Nasenbeinbruch und Gehirnerschütterung. Für die Relegationsspiele gegen den HSV (0:1, 2:0) fiel er aus. Seitdem steht Herthas neue Nummer 1 Christensen im Tor.

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