Das Lachen ist zurück: Krzysztof Piatek (M.) meldet sich nach drei Monaten wieder gesund und macht Hertha-Trainer Pal Dardai (r.) damit glücklich. Imago

Keine 72 Stunden mehr, dann startet Hertha BSC beim 1. FC Köln (Sonntag, 17.30 Uhr) in die neue Bundesligasaison. Obwohl alle Blau-Weißen dem Duell in der Domstadt entgegenfiebern, ist ein geheimnisvoller Umschlag das Tuschelthema rund um die Hanns-Braun-Straße.

Hauptprotagonisten sind Krzysztof Piatek und Trainer Pal Dardai. Die Leidenszeit des Stürmers ist nämlich endgültig vorbei. Drei Monate nach seinem fiesen Knöchelbruch im Mai auf Schalke ist Piatek ganz heiß auf sein Comeback. Dardai: „Er sagt, er ist so weit, gegen Bayern eingewechselt zu werden. Das ist sein Ziel.“

Piatek will nächste Woche mit dem Team trainieren

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Der Moment, als es passiert ist: Herthas Kris Piatek brach sich beim Spiel auf Schalke im Mai den Knöchel.

Das Duell gegen den Rekordmeister ist bereits für den 3. Spieltag angesetzt, steigt am 28. August (Sonnabend, 18.30 Uhr) in München. Doch Piatek hat sich weit mehr vorgenommen, als einfach nur auf dem Platz zu stehen. Dardai verrät auf KURIER-Nachfrage mit breitem Grinsen: „Er hat noch viel mehr versprochen. Was genau, das sage ich nicht. Ich packe das in einen Briefumschlag und dann schauen wir.“

Seitdem rätselt jeder Herthaner: Was könnte im Kuvert stehen? Gut möglich, dass Piatek, der vergangene Saison in 32 Einsätzen sieben Tore und zwei Vorlagen beisteuerte, eine Tor-Wette mit Dardai einging.

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Fakt ist: Den Schock über die erste schwere Verletzung seiner Karriere hat der 26-Jährige überwunden. Die vergangenen Wochen schuftete Piatek extrem hart für seine Rückkehr.

Die Schmerzen und der Schweiß haben sich beim 24-Millionen-Mann (kam im Januar 2020 vom AC Mailand) gelohnt. Piatek ist kurz davor, wieder mit seinen Kollegen auf dem Schenckendorffplatz zu stehen. „Er wird jetzt noch ein, zwei Tage mit Hendrik Vieth (Athletik-Trainer, d. Red.) trainieren, noch ein paar Tests machen“, erklärt Dardai und verkündet dann die Nachricht, die viele blau-weiße Fans glücklich macht: „Er hat keine Schmerzen mehr. Das ist gut. Kris wird schon bald wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.“

In Köln setzt Dardai auf Selke, Cunha und Richter

Damit ist Piatek deutlich schneller fit als gedacht. Lange Zeit wollte sich niemand bei Hertha über einen möglichen Comeback-Zeitpunkt äußern. „Das war eine schwere Verletzung. Wir müssen abwarten, wie sich sein Fuß entwickelt“, erklärte Dardai erst vor vier Wochen.

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So wollen ihn die Hertha-Fans wieder sehen: Kris Piatek jubelt über eins seiner sieben Saisontore im vergangenen Jahr.

Bis der Pole das Geheimnis um den Umschlag lüften kann, müssen am Sonntag in Köln (17.30 Uhr) und auch eine Woche später gegen den VfL Wolfsburg definitiv noch andere in die Bresche springen. Neben Olympia-Rückkehrer Matheus Cunha und Davie Selke soll auch Sieben-Millionen-Zugang Marco Richter für Torgefahr sorgen. Dardai: „Wir haben ihn nicht umsonst geholt. Er ist ein Junge, der sehr viel marschieren, aber auch ein Spiel lesen kann. Dafür hat er die Kapazität, die Laufbereitschaft.“

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