Ex-Hertha-Star Ashkan Dejagah (36) soll vom iranischen Mullah-Regime ein Ausreiseverbot erhalten haben. 
Ex-Hertha-Star Ashkan Dejagah (36) soll vom iranischen Mullah-Regime ein Ausreiseverbot erhalten haben.  IMAGO/AFLOSPORT/Instagram

Große Sorgen um Ex-Hertha-Star Ashkan Dejagah! Der ehemalige Nationalspieler des Irans soll in den Fokus des Mullah-Regimes geraten sein und ein Ausreiseverbot aus seiner Heimat erhalten haben. Der perfide Grund: Dejagah habe sich auf die Seite der Protestbewegung gestellt. Zuvor waren bereits andere Sportsstars des Landes bestraft worden, darunter auch Irans Volksheld und Ex-Hertha-Torjäger Ali Daei (53).  

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Bei der WM in Katar setzte die iranische Nationalmannschaft mit ihrem Schweigen während der Hymne ein Zeichen der Solidarität mit den Protestierenden in ihrer Heimat – zumindest im ersten Gruppenspiel. Danach seien Spieler und deren Familien in der Heimat massiv von Irans gefürchteter Revolutionsgarde bedroht worden, sodass es zu keiner weiteren Protestaktion in Doha kam.  

Nun soll Dejagah, der seit Sommer seine aktive Karriere in seinem Geburtsland beim FC Foolad in der ersten iranischen Liga ausklingen lässt, den langen Arm der Mullahs zu spüren bekommen haben und in den Fokus des Terrorregimes geraten sein. Angeblich, weil er bei Protesten in Deutschland gesehen worden sei. Das berichtet zumindest die Sportzeitung Khabar Varzeshi.

Große Sorgen um Ex-Hertha-Stars Dejagah und Daei

Demnach darf der 36-Jährige, der 2009 mit Deutschlands U21 an der Seite vieler späterer Rio-Weltmeister Europameister wurde, den Iran derzeit nicht verlassen. Unklar ist, ob Dejagah, der auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, weitere Strafmaßnahmen drohen. 

Dejagah kennt die Härte des Mullah-Regimes 

Dabei gerät der ehemalige Hertha-Star (2000 bis 2007) nicht das erste Mal in den Fokus des Regimes. 2018 wurde er unter Druck gesetzt, weil er und seine Familie in den Augen des Mullah-Regimes einen zu „westlichen Lebensstil“ hätten. Damals prangerten die Sittenwächter die Tattoos des Wahlberliners an (Dejagah trägt wie Prince Boateng auch Hertha auf der Haut), dazu störte man sich an Bildern von Dejagahs Ehefrau auf Instagram, auf denen sie sich regelmäßig ohne das im Iran obligatorische Kopftuch zeigt. 

Zuvor hatte das Teheraner Regime bereits andere Berühmtheiten des Landes bestraft, die sich solidarisch mit der Protestbewegung zeigten, darunter Ex-Hertha-Torjäger Daei. Seitdem werden Daei und seine Familie bedroht und drangsaliert, zuletzt versiegelten die Behörden Daeis Juwelierladen und Restaurant, nachdem er sich am Generalstreik Anfang Dezember beteiligte.

Tod von Mahsa Amini: Dejagah postet zerbrochenes Herz 

Auslöser der Proteste war der Tod von Mahsa Amini. Die 22-Jährige war von Irans Sittenpolizei wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Kleiderordnung festgenommen worden und in Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Dejagah postete kurz nach dem Bekanntwerden ein Foto auf Instagram, das die Umrisse des Irans ganz in Schwarz zeigt, dazu ein zerbrochenes rotes Herz. 

Seit mittlerweile drei Monaten geht das Terrorregime immer brutaler gegen die Demonstranten vor. Zuletzt wurden sogar mehrere Todesurteile vollstreckt. Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation im Iran bald ändert und es Dejagah und seiner Familie trotz der Umstände gut geht.

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