Konkurrenz belebt das Geschäft: Herthas Investor Lars Windhorst freut sich darüber, dass der 1. FC Union zusammen mit den Blau-Weißen in der Bundesliga spielt.  Foto: Imago

Lars Windhorst bleibt in Plauderlaune. Nachdem Herthas Geldgeber teilweise positiv auf die Amtszeit von Ex-Trainer Jürgen Klinsmann zurückblickte, sprach er nun über den 1. FC Union. Der sportlich unerwartete Aufschwung der Eisernen löst bei Windhorst  keine Neidgefühle aus. „Mir zeigt es, wie schön emotional Fußball ist. Das ist positiv zu sehen, ärgert mich überhaupt nicht“, erklärt Windhorst. Die Entwicklung der Köpenicker nannte der 44-Jährige „beeindruckend“.

Dass eine gesunde sportliche Rivalität auch für Hertha BSC nützlich sein kann, weiß Windhorst. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. „Es ist für Berlin und Deutschland ein absoluter Gewinn, dass wir hier zwei große Vereine haben, die in der Bundesliga spielen. Ich würde mich freuen, wenn das langfristig so bleibt, dass wir einen intensiven Wettbewerb haben“, sagte Windhorst, der am Dienstag den „Höhle der Löwen“-Investor Georg Kofler in Herthas Aufsichtsrat berief. 

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Union Berlin liegt nach 20 Spieltagen auf dem neunten Rang. Zwischenzeitlich waren die Köpenicker sogar Vierter und damit in der Champions-League-Region, die Investor Windhorst mit Hertha perspektivisch erreichen möchte.

Die sportliche Gegenwart sieht dagegen anders aus: Hertha liegt 14 Spieltage vor Schluss nur auf Platz 15. Lediglich die bessere Tordifferenz trennt die Blau-Weißen vom Relegationsrang und Arminia Bielefeld – wobei die Ostwestfalen aufgrund der schneebedingten Absage des Spiels gegen Werder Bremen am vergangenen Sonntag sogar eine Partie weniger absolviert haben.