Manager Michael Preetz und Trainer Bruno Labbadia suchen im Transferendspurt einen Spielmacher. Foto: imago images/König

Trainer Bruno Labbadia sagte vor dem Anpfiff in die TV-Kamera: „Wir sind nicht zufrieden, wie die Transferperiode gelaufen ist. Damit müssen wir dann leben.“ Die Sätze hören sich zunächst sehr definitiv, sehr abschließend an. Dabei ist das Transferfenster erst am Montag um 18 Uhr geschlossen.

Also: Es ist ganz einfach beim Verhandeln. Stelle dein Desinteresse öffentlich zur Schau, dann kommt der Verkäufer noch mal auf dich zu. Ich hoffe, dass Hertha es genau so macht und Labbadias Sätze nur ein Bluff sind.

Denn Hertha braucht trotz der guten Leistung in München einen Spielmacher. Seit Wochen wird mit Olympique Lyon um Jeff Reine-Adelaide geschachert. Manager Michael Preetz betont immer wieder: „Wir geben für keinen Spieler 25 oder 30 Millionen Euro aus.“ Ein Satz an die Adresse von Lyon.

Doch Preetz sagt auch: „Ich gehe schon davon aus, dass wir agieren werden. Sowohl beim Abgeben als auch beim Aufnehmen von Spielern.“ Verteidiger Karim Rekik will weg und beim FC Sevilla anheuern. Arne Maier hat einen Leihvertrag beim VfL Wolfsburg in Aussicht. Marko Grujic könnte doch noch vom FC Liverpool zurückkommen. Dazu noch Reine-Adelaide.

Noch ist nichts perfekt. Und ein zäher Transfermarkt – wie jetzt in der Corona-Krise – kann kurz vor Schluss doch noch mal richtig heißdrehen, wenn der erste Pokermeister die Nerven verliert.   Montagabend wissen wir alle mehr.