Seit Mittwoch im Trainerteam: Stürmercaoch Vedad Ibisevic (l.) unterhält sich mit seinem neuen Chef Pal Dardai. Foto: Imago Images/Räppold/Koch

Da ist er wieder! Der Vedator ist zurück bei Hertha BSC und wird zum Tor-Driller! Ex-Angreifer Vedad Ibisevic (36) ist seit jetzt Stürmertrainer bei den Blau-Weißen, damit Davie Selke, Stevan Jovetic, Kris Piatek und Dodi Lukebakio noch besser treffen.

Ein Jahr war der Bosnier weg von Hertha BSC, verirrte sich für ein paar Monate zu Schalke und beendete nun seine Spielerkarriere endgültig. Ibisevic war von 2015 bis 2020 nicht nur ein Torgarant (56 Treffer in 159 Spielen), sondern im ein echter Leitwolf. Cheftrainer Pal Dardai freut sich auf seinen neuen Kollegen: „Vedad war schon zu seiner Zeit als Spieler mein verlängerter Arm auf dem Platz. Er ist eine Führungspersönlichkeit. Er ist zum echten Herthaner geworden. Wir können jetzt das Training noch individueller gestalten.“

Vertrag bis Saisonende

Ibisevics Vertrag gilt erstmal nur in dieser Saison. Dardai: „Vedo muss schauen, ob das genau das ist, was er will.“ Mittwoch jedenfalls, als der Vedator um 10 Uhr den neuen Rasen auf dem Schenckendorffplatz betrat, kam er mit einem freudigen Gesicht und war ganz heiß auf den neuen Job: „Der Verein liegt mir seit meiner Zeit hier in Berlin sehr am Herzen. Ich fühle mich als Herthaner und ich bin glücklich und dankbar, dass ich diese Aufgabe jetzt übernehmen kann. Ich wusste immer, dass ich im Fußball bleiben möchte.“

Zu seiner neuen Aufgabe sagt er: „Ich möchte langsam in die Rolle reinfinden, mich weiterbilden und für mich schauen, wie sich das alles entwickelt!“

Ob der ehemalige Vollblutstürmer das Kicken ganz sein lassen kann, wenn er seinen neuen Job als Trainer macht? Vedo lacht: „Natürlich wird es mich ab und zu anziehen, mitzuspielen oder mal beim Fünf gegen Zwei dabei zu sein, aber das gehört dazu. Aber es ist jetzt einfach ein ganz anderer Job.“

Da hat er auch schon ein paar Vorstellungen und es wird nicht bei Torabschlussübungen bleiben, die er moderiert. „Mit meiner Erfahrung kann ich sicherlich jedem Offensivspieler einen Tipp geben. Was die Jungs damit machen, dafür ist dann natürlich jeder selbst verantwortlich. Diese kleinen Hinweise kann sicherlich jeder Angreifer gebrauchen. Daher habe ich ein gutes Gefühl!“

Luca Netz unterschreibt bei Gladbach

Der Vedator ist wieder da, dafür ist ein anderer weg. Talent Luca Netz (18) unterschrieb nach einem Medizincheck Mittwoch bei Liga-Konkurrent Borussia Mönchengladbach. Hertha kassiert für den linken Verteidiger immerhin vier Millionen Euro Ablöse plus eine Ausbildungsentschädigung beim Weiterverkauf von Netz. In den vergangenen Wochen hatten sich Manager Fredi Bobic und Dardai, um einen Verbleib des Juwels bemüht und sogar einen neuen Vertrag mit erhöhtem Gehalt angeboten. Netz entschied sich trotzdem für einen Wechsel.

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