Endlich mal wieder jubeln: Herthas Spieler feiern den zweiten Heimsieg mit den Fans in der Ostkurve. City-Press

Was waren das für Emotionen! Die Fans sangen wie lange nicht mehr, Spieler und das gesamte Trainerteam lagen sich nach dem 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach in den Armen. Die Erleichterung war greifbar, der neue Glaube spürbar. Ehrenrunde und La-Ola-Welle. So etwas hat man in der Tat lange nicht mehr von Hertha im Olympiastadion gesehen.

Hertha krempelt die Ärmel hoch

Trainer Pal Dardai beschwor nach dem späten wie großen Umbruch im Sommer stets den Faktor Zeit. Kommt Zeit, kommt Rat. Bei Hertha muss es wohl heißen: Kommt Zeit, kommt Leidenschaft. Wille und Einsatz stimmten bereits beim 2:1-Sieg in Frankfurt und erst recht beim brutalen Abnutzungskampf gegen giftige Gladbacher.

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Kämpften gemeinsam und feierten gemeinsam: Lucas Tousart und Marvin Plattenhardt.

In den sozialen Netzwerken wirbt Hertha seit geraumer Zeit mit dem Schlagwort #gemeinsam. So lobenswert das soziale Engagement des Klubs ist, auf dem Rasen fehlte dem Motto in den vergangenen zwei Jahren jegliches Leben.

Macht Hertha den nächsten Schritt?

Die Zeiten scheinen vorbei. Launische und egoistische Stars verdienen ihr Geld woanders, während bei Hertha endlich die Ärmel hochgekrempelt werden.

Klar, fußballerisch war das weiterhin stark ausbaufähig. Kämpferisch und läuferisch war es dagegen ein Ausrufezeichen. Ein Sieg, der allen Herthanern Glauben schenkt, auch den nächsten Schritt zu gehen – und beweist, dass Hertha BSC auf einmal mehr als nur ein Hashtag ist.

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