Haben gut lachen: Daishawn Redan, Deyo Zeefuik und Javairo Dilrosun (v. l.) müssen nicht nach Belarus, trainieren schon morgen wieder in Berlin. Foto:  City-Press

Was lange währt, wird endlich gut! Hertha BSC gewinnt das tagelange Tauziehen mit dem Fußball-Verband der Niederlande. Javairo Dilrosun, Deyovaisio Zeefuik und Daishawn Redan müssen nicht zum EM-Quali-Spiel ins Risikogebiet nach Belarus reisen.

Stattdessen wird das blau-weiße U21-Trio noch heute in Berlin zurückerwartet. Bereits morgen sollen sie auf dem Schenckendorffplatz unter der Anleitung von Chefcoach Bruno Labbadia trainieren. Damit stehen die Spieler auch für den letzten Test der Vorbereitung zur Verfügung. Am Sonnabend spielt Hertha gegen den Hamburger SV.

Der Grund für die zähen Verhandlungen war die vom Weltverband Fifa kurzfristig aufgehobene Abstellungspflicht für Nationalspieler für Spiele in Risikogebiete, wenn ihnen nach ihrer Rückkehr – und damit unmittelbar vor Saisonstart – eine Quarantäne droht. Das Wirrwarr stürzte Hertha ins Corona-Chaos.

Kurios: Nach dem Spiel beim Zweitligisten sollen die Spieler mit einem Transporter inklusive Liegemöglichkeiten in die Niederlande gefahren werden, wo am kommenden Dienstag in Almere gegen Norwegen das nächste Spiel der U21 ansteht. Das Trio legt also nur einen kurzen Hertha-Stopp ein. 

Den gleichen Deal, nur in umgekehrter Reihenfolge, streben die Blau-Weißen auch mit dem slowakischen und polnischen Verband an. Ondrej Duda (25) und Peter Pekarik (33) sollen nach ihrem Heimspiel gegen Tschechien (4. 9.) nach Berlin zurückkehren und nicht zur zweiten Partie ins Corona-Risikogebiet nach Israel reisen. Auch bei Polen-Stürmer Krzysztof Piatek (25), der mit seinem Land im zweiten Spiel auf dem Balkan in Bosnien spielt, hofft Hertha auf eine Lösung.