Spielmacher Ondrej Duda (r.) kehrt, sobald der Abstieg von Norwich City feststeht, zu Hertha zurück.  Foto:  Imago Images

Hoffnungsträger oder Sorgenkind? Der verliehene Ondrej Duda (25) steht vor seiner Hertha-Rückkehr – dank einer kuriosen Corona-Klausel. Der einstige blau-weiße Topscorer muss sich nun unter Trainer Bruno Labbadia beweisen.

Am Sonnabend könnte das Kapitel auf der Insel für Duda vorzeitig beendet sein. Mit Schlusslicht Norwich City kämpft der Slowake gegen West Ham um die letzte Chance auf den Klassenerhalt. Zehn Punkte fehlen auf das rettende Ufer. Bei noch vier ausstehenden Spielen eine Mammut-Aufgabe für das Team des Ostwestfalen Daniel Farke (43).

Sobald Norwich als Premier-League-Absteiger feststeht, darf Duda in den Urlaub, statt noch bis Ende Juli in England zu kicken. Möglich macht es eine Klausel, die Manager Michael Preetz (52) im ursprünglich nur bis 30. Juni laufenden Leihvertrag verankerte.

Zum bereits damaligen Tabellenletzten ins britische Exil zog es Duda im Januar, nachdem er mit Ex-Trainer Jürgen Klinsmann (55) mächtig Frust schob. Preetz: „Er hatte im Winter auf die personelle Konstellation, die wir auf der Trainerposition hatten, keine Lust mehr, weil er für sich da keine Perspektive sah. Lust auf Hertha hatte er immer.“

Wir planen zu 100 Prozent mit Duda

Hertha-Manager Michael Preetz

Ab Ende Juli, wenn Hertha in die Vorbereitung startet, soll Duda wieder in Blau-Weiß statt Gelb-Grün auflaufen. „Wir planen zu 100 Prozent mit Ondrej. Wie sehr er einer Mannschaft, die eine funktionierende Achse hat, helfen kann, hat er gezeigt“, erklärt Preetz.

Das gelang Duda, der erst im vergangenen Sommer seinen Vertrag verlängerte, im Osten Englands nur bedingt. Dem feinen Techniker glückte weder ein Tor noch ein Assist. Dafür sammelte der Slowake wichtige und vor allem regelmäßige Spielpraxis in der stärksten Liga der Welt. 

Nun nimmt er bei Hertha unter Labbadia einen neuen Anlauf. Bis auf sein drittes Jahr, in dem ihm in der vergangenen Saison elf Tore und sechs Vorlagen gelangen, konnte Duda noch nicht dauerhaft überzeugen.

Neben der nötigen Fitness muss der Nationalspieler das Vertrauen des Trainers spüren. Labbadia setzt, anders als Klinsmann, auf Kommunikation. Und könnte so Duda wieder zur Topform kitzeln.