Thomas Reis zeig es an: Schalkes Trainer hat Hertha BSC im Kampf um den Klassenerhalt im Auge. 
Thomas Reis zeig es an: Schalkes Trainer hat Hertha BSC im Kampf um den Klassenerhalt im Auge.  Imago/Zink

Der Verschleiß an Spielern und Trainern in den vergangenen vier Jahren hat, wenn man so will, auch etwas Gutes. Fans, die bei ehemaligen Blau-Weißen am Ball bleiben, haben am Hertha-Horizont fast immer etwas zum Lesen. Während Ex-Trainer Bruno Labbadia beim VfB Stuttgart an seinen legendären Rüffel für Dodi Lukebakio erinnert und Lucien Favre in Nizza vor die Tür gesetzt wird, stichelt Schalke-Trainer Thomas Reis gegen Hertha BSC. 

Die Lage ist eng, aber selbst für Schalke 04 mit fünf Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz alles andere als aussichtslos. Während die meisten Teams, die im Schlamassel stecken, keine großen Sprüche klopfen und sich voll und ganz auf sich und die eigenen Hausaufgaben konzentrieren, geht Schalke-Trainer Thomas Reis selbstbewusst und voller Zuversicht in den zweiten Saisonabschnitt – und zählt dabei erst mal die Konkurrenten an. 

Beim VfB Stuttgart: Ex-Hertha-Trainer Labbadia mit Dackel-Dodi-Déjà-vu

„Es gibt nicht nur eine Mannschaft, die ich in Reichweite sehe, sondern mit Bochum, Stuttgart, Hertha und Augsburg gleich vier“, sagte Reis dem Kicker. Dass Hertha und die anderen Teams Schalke lieber auf der Rechnung haben sollten, droht Reis an: Der Klassenerhalt soll gelingen, „indem wir nicht nur mutig bleiben, sondern auch eklig und aggressiv zu Werke gehen“ und dem Gegner mit „Tempo wehtun“.

Als Trainer von Hertha BSC verzweifelte Bruno Labbadia einst an Stürmer Dodi Lukebakio (l.). 
Als Trainer von Hertha BSC verzweifelte Bruno Labbadia einst an Stürmer Dodi Lukebakio (l.).  Imago/Contrast

Wehgetan hat auch Ex-Hertha-Trainer Bruno Labbadia die Arbeit mit Dodi Lukebakio. Hat der Belgier mittlerweile unter Cheftrainer Sandro Schwarz endlich den Schalter umgelegt, verzweifelte Labbadia während seiner kurzen Zeit im Westend (April 2020 bis Januar 2021) immer wieder an der Lustlosigkeit und Weinerlichkeit des „alten“ Lukebakio, weswegen Bruno im Training Dodi einst „Dackel“ taufte.

Nach Pokal-Blamage: Ex-Hertha-Coach Favre bei OGC Nizza entlassen

Mittlerweile ist Labbadia (wieder) in Stuttgart – und sorgt im Trainingslager für ein Dackel-Dodi-Déjà-vu. Leidtragender war Mittelfeldspieler Tanguy Coulibaly, den Labbadia vorzeitig zum Duschen schickte, nachdem dieser mit einer Abseitsentscheidung des Trainerteams nicht einverstanden war und sich ein Wortgefecht mit Labbadia lieferte. 

Wie Labbadia heuerte auch Lucien Favre (trainierte von 2007 bis 2009 Hertha BSC) erneut bei einem seiner Ex-Klubs an – seine zweite Amtszeit bei OGC Nizza ist seit Montag und der 0:1-Pokal-Blamage gegen Drittligist Le Puy Foot 43 aber bereits wieder Geschichte. Favre, erst im Juni an die Côte d’Azur zurückgekehrt und in Frankreichs Topliga Ligue 1 mit Nizza auf einem enttäuschenden elften Platz, muss seine Koffer packen.

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