Pal Dardai hat aus der Quarantäne heraus die Leitung des Trainings wieder Übernommen Foto: Imago/Contrast

Schlimmer geht es nicht! Während Herthas Konkurrenten die nächsten zwei Wochen fleißig Punkte sammeln können, sind die Blau-Weißen zum Zuschauen verdammt. Damit der Kaltstart in den Horror-Spielplan nach der Corona-Quarantäne und der Klassenerhalt gelingen, wird nun das Homeoffice der Blau-Weißen ordentlich aufgemotzt.

Es gilt, keine Zeit zu verlieren. Noch in der Nacht zu Freitag wurden die ersten Lieferungen ausgefahren. „Wir werden die Quarantäne bestmöglich nutzen und nicht lamentieren“, kündigte Friedrich an. Dafür bekommt jeder Hertha-Profi ein Indoor-Fahrrad, ein Laufband und einen auf ihn persönlich zugeschnitten Trainingsplan.

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Dardai übernimmt Kommando

Alleingelassen werden die Spieler jedoch nicht. Im Gegenteil. „Es ist wichtig, zur Mannschaft Kontakt zu haben damit die Jungs auch mental fit bleiben“, erklärt Friedrich. Deswegen wird es neben gemeinsamen Cyber-Trainingseinheiten auch Video-Calls geben, um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.

Dabei übernimmt Cheftrainer Pal Dardai wieder die Anführer-Rolle, nachdem Friedrich am Donnerstag vor der Quarantäne-Anordnung ein Training geleitet hatte. „Ich habe die kürzeste Trainer-Laufbahn der Bundesliga-Geschichte hinter mir“, scherzt Friedrich, um dann wieder ernst zu werden: „Es wird schwer, für uns ist das ein Experiment. Wir werden keine Zeit haben, uns auf die Spiele vorzubereiten.“

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Schmidt und Friedrich kämpferisch

Klar ist: Die Herthaner werden trotz der ins Homeoffice gelieferten Hightech das Team-Training mit Ball nicht ersetzen können. „Wir werden an Fitness verlieren“, gesteht Friedrich und sorgt sich um danach auftretende Verletzungen „Die Muskulatur muss sich danach wieder an Dinge wie Abstoppbewegungen gewöhnen. Wie sich die Spieler nach 14 Tagen auf dem Platz fühlen, ist nicht vorhersehbar.“

Doch bei Hertha steckt keiner den Kopf in den Sand. Boss Carsten Schmidt: „Natürlich sind die Quarantäne und die Auswirkungen nicht wegzudiskutieren. Wir spielen später und komprimierter. Aber wir sind noch nicht vorabgestiegen.“

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Auch Friedrich will nicht jammern: „Wir nehmen die Situation an, wie sie ist.“