Wechselt er bald die Seiten? Köln-Stürmer Jhon Cordoba schoss im Februar zwei Tore gegen Hertha und könnte bald in Blau-Weiß spielen.  Foto: Imago Images

Noch steckt allen Herthanern das bittere Pokal-Aus in Braunschweig in den Knochen. Für frischen Wind könnte schon bald Kölns Jhon Cordoba (27) sorgen. Wochenlang buhlten die Blau-Weißen vergeblich um den bulligen Angreifer. Nun steht der Millionen-Poker womöglich kurz vor dem Abschluss. 

Bisher lehnte der Effzeh alle Hertha-Angebote rigoros ab. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. „Jhon ist auf uns zugekommen und hat darum gebeten, nicht von Beginn an zu spielen, weil er in Verhandlungen mit anderen Vereinen steht“, erklärte Köln-Trainer Markus Gisdol direkt vor dem 6:0-Pokalsieg gegen die VSG Altglienicke. 

Der Kolumbianer, der im Februar bei Herthas 0:5-Blamage gegen den 1. FC Köln unter Ex-Coach Aleaxander Nouri zwei seiner 13 Saisontore erzielte, ist ein Stürmer, wie ihn sich Cheftrainer Bruno Labbadia wünscht. Groß gewachsen mit guten Kopfballspiel, dazu physisch extrem stark, sodass er viele Bälle in der Spitze halten kann. 

Eigenschaften, wegen denen auch einige Premier-League-Klubs die Fühler nach Cordoba ausgestreckt haben. Nach KURIER-Informationen liebäugelte auch er mit einem Wechsel auf die Insel, vor allem weil ihm dort ein üppiges Gehalt winkt. Nun die Kehrtwende: Dem Vernehmen nach will er mit seiner Freundin Anabel und der gemeinsamen Tochter Isabella (1) am liebsten in Deutschland bleiben. 

Das Problem: Köln-Boss Horst Heldt fordert weiter mindestens 15 Millionen Euro, um diese wieder in den Effzeh-Kader zu investieren. Eine Summe, die Hertha-Manager Michael Preetz bei nur noch einem Jahr Vertragslaufzeit nicht bereit war zu bezahlen.

Pikant: Laut dem Portal „transfermarkt.de“ soll deswegen Spielmacher Ondrej Duda (Marktwert: 10,5 Millionen Euro), der seinen Vertrag erst vergangenen Sommer bis 2023 verlängerte, aber unter Labbadia einen schweren Stand hat, in den Deal eingebunden werden und ins Rheinland wechseln.