Dennis Jastrzembski hat den Ball im Blick und sein Ziel genau im Visier:  „Ich will für Hertha alles geben.“ Foto: Coty-Press/Jan-Philipp Burmann

Sieben Spiele, nur sechs Punkte, wieder verloren, Tabellenplatz 14. Oh, man. Doch bei Hertha BSC ist nicht alles schlecht. Bestes Beispiel für den stillen Fortschritt ist Dennis Jastrzembski (21). Denn DJ dreht jetzt richtig auf!

Viele hatten den blonden Flügelflitzer schon abgeschrieben. Jetzt ist er wieder voll da und bekam nach dem 1:2 gegen SC Freiburg großes Lob von Trainer Pal Dardai: „Dennis hat das sehr gut gemacht. Wenn er Raum hat, macht er ein gutes Spiel.“

Starker Start, stark abgebaut

DJ, so nennt er sich selbst, hat drei Jahre mit Höhen und Tiefen hinter sich. 2018 stieß er von der U19 in den blau-weißen Profi-Kader. In der ersten Spielzeit kam er zum Saisonstart zu fünf Teileinsätzen. Dann warfen ihn Verletzungen zurück.

In seiner zweiten Saison fiel er dann in ein Leistungsloch. Auch die vielen Trainerwechsel 2019/20 (Ante Covic, Jürgen Klinsmann, Alexander Nouri, Bruno Labbadia) waren schädlich für eine konstante Entwicklung des Talents. In der Winterpause wurde er an den SC Paderborn ausgeliehen.

Wanderjahre durch die Ligen

Mit den Ostwestfalen stieg er aus der Bundesliga ab. Und ein Jahr später wollte der SCP ihn auch nicht mehr. Der schnelle Außenstürmer ging es noch eine Liga tiefer zu Drittligist Waldhof Mannheim.

Als DJ jetzt im Sommer zurück zu Hertha kam, galt er zunächst als Wechselkandidat – wieder weg zu einem unterklassigen Verein. Die Drittligisten Eintracht Braunschweig und 1. FC Kaiserslautern wollten ihn schon gern verpflichten.

Pal Dardai macht DJ Mut

Doch Jastrzembski sagte nur: „Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein. Ich will für Hertha alles geben.“ DJ glaubte weiterhin an seinen großen Bundesliga-Traum und biss sich mit Fleiß und viel Zuspruch von Trainer Pal Dardai durch.

In den vergangenen vier Spielen war der polnische U21-Nationalspieler immer dabei. Gegen Freiburg machte DJ jetzt sein bisher bestes Spiel. Dardai: „Wir brauchen Schnelligkeit, die hat Dennis. Mit ihm haben wir das Spiel belebt. Er hat sehr viel geholfen. Er hat Schwung reingebracht.“ DJ dreht auf, jetzt muss es Hertha aber auch in der Tabelle mal tun …